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Booker Prize für Literatur

Der Literaturpreis, der mit Sicherheit am meisten Einfluss auf mein Leseverhalten hat, ist der Booker Prize. Bislang konnte er ausschließlich an englisch schreibende Autoren des Common Wealth verliehen werden, 2002 hat der neue Sponsor, die Man Group (weswegen der Preis jetzt wohl auch Man Booker Prize heißt) aber zumindest zur Debatte gestellt, dass der Preis sich auch dem amerikanischen Sprachraum öffnen sollte.

Jährlich wird die Jury neu bestimmt, die sich aus Literturkritikern, Autoren, Lektoren zusammensetzt. Sie wählen aus den Neuerscheinungen des letzten Jahres fünf Bücher aus (die Shortlist), die Mitte September bekannt gegeben wird. Schon die Nominierung für den Booker bringt Aufmerksamkeit mit sich; einen Monat lang wird nun von interessierten Lesern gewettet und geraten, wer dann Mitte Oktober tatsächlich die begehrte Auszeichnung verliehen bekommt. 

Im Gegensatz zum Nobelpreis für Literatur werden sehr viele der Buchtitel, die im Zusammenhang mit dem Booker Prize genannt werden, auch ins Deutsche übersetzt. 

Meine Kommentare beziehen sich natürlich nur auf Bücher und Autoren, die ich zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Auflistung selbst bereits kenne. Die nähere Beschäftigung mit diesem Preis und den Autoren, die hier genannt wurden, haben mein Interesse jedoch ganz massiv auf einige Autoren gelenkt, von denen ich bislang noch nichts gehört hatte, die aber sicher in absehbarer Zeit auf mein Leseverhalten Einfluss nehmen werden. Ich habe versucht, zu allen Büchern die deutschen Übersetzungen zu finden und kurz den Inhalt der Siegertitel zu umreißen, bitte aber um Nachsicht, falls ich doch einmal eine falsche Zuordnung getroffen haben sollte. In dem Fall würde ich mich über eine Berichtigungsmail sehr freuen! (daniela@die-leselust.de

Welche Titel dabei für mich besonders reizvoll für eine Neuentdeckung erscheinen, was  es mit den Vielfachnominierungen auf sich hat, darüber würde ich auch gerne mit anderen Lesern diskutieren

Offizielle Website: http://www.manbookerprize.co.uk  

Jahr Gewinner Shortlist Jury Kommentar
2004 Alan Hollinghurst - 
The Line of Beauty

Achmat Dangor 
Bitter Fruit

Sarah Hall - 
The Electric Michelangelo

David Mitchell - 
Cloud Atlas

Colm Tóibín - 
The Master

Gerard Woodward -
I'll go to Bed at Noon 
Rt. Hon Chris Smith MP (Chair)
Tibor Fischer
Robert Macfarlane
Rowan Pelling
Fiammetta Rocco

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Diskussion im Leselust-Forum

Eine schöne Auswahl in diesem Jahr, viele verlockende Titel - mein persönlicher Favorit ist derzeit David Mitchell. Ein Skandalgewinner wie im letzten Jahr ist derzeit nicht zu erwarten - wir sind gespannt!

Zum ersten Mal habe ich auf den tatsächlichen Sieger getippt - und freue mich schon auf die Lektüre. 

2003 DBC Pierre - 
Vernon God Little
Deutsch ab Frühjahr 2004 unter dem Titel "Jesus von Texas"

Der  fünfzehnjährige Vernon, einziger Überlebender eines High School Massakers, wird schnell für die Tat verantwortlich gemacht. Seine Fingerabdrücke sind überall, zudem belastet er sich in einem Interview mit einem eigennützigen Reporter recht ungeschickt selbst. Ein Alibi hat er zwar, doch schämt er sich dessen und verschweigt es. Vernon wird zu "America's most wanted", und begibt sich auf eine wilde Flucht quer durch Texas. Unschuldig ist er umgeben von einem Ensemble "grotesker Erwachsener", die in ihm den Schuldigen für ihre Verfehlungen ausmachen. 

Monica Ali
Brick Lane
/ Brick Lane

Margaret Atwood - 
Oryx and Crake
  / Oryx und Crake

Damon Galgut - 
The Good Doctor
 

Zoë Heller - 
Notes on a Scandal
 

Clare Morrall - 
Astonishing Splashes Of Colour
 



John Carey (Chair)
D.J. Taylor
Rebecca Stephens
Francine Stock
A.C. Grayling

(Link zum Foto)
Diskussion im Leselust-Forum

Nachdem in der Longlist noch bekannte Namen wie Graham Swift, Martin Amis oder J.M. Coetzee enthalten waren, war die Bekanntgabe der Shortlist für manche Kommentatoren eine Enttäuschung - auch im Diskussionsforum löste die Auswahl nicht nur Freude aus. Doch die Jury hatte sich zum Ziel gesetzt, nicht immer nur bei den ohnehin obligatorischen Preisträgern nachzusehen - und nun darf gewettet werden!  

Seit dem 14. Oktober steht der Gewinner fest: ein Autor, der kein unbeschriebenes Blatt ist, wie man im Diskussionsforum nachlesen kann. 
Nicht mein persönlicher Favorit - aber bis zum Zeitpunkt der Booker-Verleihung hatte ich auch noch keines der Bücher gelesen...

2002 Yann Martel - Life of Pi / Schiffbruch mit Tiger

Als Schiffbrüchiger auf einer Nussschale von Rettungsboot im Pazifik zu treiben ist schon schlimm genug - aber das ganze noch mit einem bengalischen Tiger? 
***(*)
Rohinton Mistry - 
Family Matters / Die Quadratur des Glücks

Carol Shields - 
Unless

Wiliam Trevor - 
The Short Story of Lucy Gault / Die Geschichte der Lucy Gault

Sarah Waters - 
Fingersmith / Solange du lügst

Tim Winton
Dirt Music



Lisa Jardin (Chair)
David Baddiel
Russel Celin Jones
Salley Vickers
Erica Wagner

Diskussion im Leselust-Forum

25. September 2002:
Die Shortlist wurde bekannt gegeben! Und obwohl viele nach Bekanntgabe der Longlist auf Zadie Smith spekuliert hatten, ist sie nicht mit dabei.

Dafür wieder ein Australier, Tim Winton, auf dessen Dirt Music ich immer neugieriger werde; aber auch Rohinton Mistry´s Buch reizt mich sehr.

22. Oktober 2002:
Nun ist er bekannt gegeben worden, der neue Booker-Preisträger. LIfe of Pi ist das einzige der sechs Bücher, die es zwischen Bekanntgabe der Shortlist und der Nachricht vom Gewinner immerhin in mein Bücherregal geschafft hat - in den nächsten Tagen wird das Buch auch gelesen werden.

Im Vorfeld der Preisverleihung gab es noch einige Aufregung. Erst hatte die Jury bekannt gegeben, den Preis vom Ballast der gewichtigen Bücher etwas befreien zu wollen, und dann passierte der größte Fauxpas: der Gewinner wurde bereits eine Woche vor der Preisverleihung auf der offiziellen Website bekannt gegeben...

Mehr Informationen zu den einzelnen Büchern, Meinungen und Spekulationen sowie die offizielle Pressemitteilung findet ihr hier:  Nachlesen - und genießen!
2001 Peter Carey - 
True History of the Kelly Gang
Die wahre Geschichte von Ned Kelly und seiner Gang

Der australische Autor, der 2001 bereits zum zweiten Mal den Booker erhält, lässt den australischen Nationalhelden Ned Kelly hier selbst sein Leben erzählen - ein großartiges Buch!
Ian McEwan
Atonement / Abbitte

Andrew Miller
Oxygen / Zehn oder fünfzehn der glücklichsten Momente meines Lebens

David Mitchell
number9dream

Ali Smith
Hotel World

Rachel Seiffert
The Dark Room / Die dunkle Kammer

Kenneth Baker
Philip Hensher
Michèle Roberts
Kate Sommerscale
Rory Watson
Diskussion im Leselust-Forum

Als ich die Nachricht erhielt, dass Peter Carey den Booker Prize für einen historischen Roman erhalten würde, war ich enttäuscht. Nicht nur, dass mir der Autor unbekannt war, hatte ich auch wenig Ambitionen, etwas über einen australischen Viehdieb zu lesen. Zum Glück habe ich mich eines besseren belehren lassen - Peter Carey hat den Booker wirklich verdient. 

Obwohl mein Favorit Ian McEwan gewesen wäre, der aber zumindest den People´s Booker erhalten hat. 

Nachtrag 11. Juni:

Ali Smith habe ich mittlerweile in Berlin lesen gehört - witzig, intelligent, sehr empfehlenswert!
2000 Margaret Atwood - 
The Blind Assassin
Der blinde Mörder


Die Schwestern Laura und Iris sind Töchter eines wohlhabenden Knopffabrikanten und verfallen beide dem linken Agitator Alex Thomas. Als dieser im Krieg stirbt, stürzt Laura sich mit dem Auto von einer Brücke und ist sofort tot. Zurück bleibt ein Manuskript - Der blinde Mörder, das Laura postum berühmt macht. Aber ist sie wirklich die Autorin?
Trezza Azzopardi
The Hiding Place / Das Versteck

Michael Collins
The Keepers of Truth

Kazuo Ishiguro
When We Were Orphans / Als wir Waisen waren

Matthew Kneale
English Passengers / Englische Passagiere

Brian O´Doherty
The Deposition of Father McGreevy

Simon Jenkins 
Prof. Roy Roster
Mariella Frostrup
Rose Tremain
Caroline Gascoigne
Da ich zum Zeitpunkt der Booker-Verleihung 2000 gerade "Alias Grace" gelesen hatte, war ich von der Wahl nicht unbedingt erbaut; aber die Inhaltsangabe klingt doch ganz interessant.

Trezza Azzopardi hat mit ihrem Erstling "Das Versteck" einen wunderbaren Roman über eine italienische Kindheit in England geschrieben - wenn man Schubladen verwenden will, ist es mit Frank McCourt´s "Die Asche meiner Mutter" vergleichbar. 

Dass Kazuo Ishiguro mit seinem Roman "Als wir Waisen waren" in die Shortlist gekommen ist, ist für mich schwer begreiflich; so sehr ich den Autor sonst schätze, aber dieses Buch zählt wahrlich nicht zu seinen besten.


1999 J. M. Coetzee - 
Disgrace /
Schande

Südafrika, nach der Apartheid. Gleiche Rechte? Nicht wirklich. Zweifache Schuld in einem von Konflikten heimgesuchten Land; ein Buch, das zum Denken anregt.
Anita Desai
Fasting, Feasting / Spiele in der Dämmerung

Michael Frayn
Headlong / Das verschollene Bild

Andrew O´Hagan
Our Fathers / Dunkles Herz

Ahdaf Soueif
The Map of Love / Die Landkarte der Liebe

Colm Toibin
The Blackwater Lightship / Das Feuerschiff von Blackwater

Gerald Kaufman
Shena Mckay
Boyd Tonkin
John Sutherland
Natasha Walter
Von den Büchern, die es 1999 in die Shortlist geschafft hatten, ist mir kein einziges bekannt, noch nicht einmal einen Autorennamen könnte ich zuordnen.

Bis auf den Siegertitel natürlich, Schande - eines meiner "besonderen" Bücher. Dass Coetzee 2003 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, freut mich entsprechend auch besonders!
1998 Ian MacEwan -
Amsterdam / Amsterdam


Zwei Männer, Freunde -  und beide Liebhaber derselben Frau. An ihrem Grab treffen sie sich wieder, und ihr unterschwelliger Konkurrenzkampf findet neue Ventile...

Ich bin ohnehin ein großer Fan von Ian McEwan, auch in diesem Buch überzeugt er wieder durch seine überzeugenden Charakterdarstellungen

 
Beryl Bainbridge - 
Master Georgie / Master Georgie

Julian Barnes - 
England, England / England, England

Martin Booth
The Industry of Souls

Patrick McCabe
Breakfast on Pluto / Breakfast on Pluto

Magnus Mills
The Restraint of Beasts / Die Herren der Zäune

Douglas Hurd 
Valentine Cunningham
Penelope Fitzgerald
Miriam Gross
Nigella Lawson
Es wurde gemunkelt, dass Ian McEwan der Booker 1998 nur deshalb für "Amsterdam" verliehen wurde, weil er im Jahr davor mit "Enduring Love / Liebeswahn" nicht einmal in die Shortlist kam. 

Um das beurteilen zu können, müsste ich die anderen Bücher kennen, doch außer "England, England" von Julian Barnes habe ich bislang keines gelesen. Und auch wenn Julian Barnes ein hervorragender Autor ist - mit "England, England" konnte er mich nicht überzeugen. 

Magnus Mills habe ich erst dieses Frühjahr, allerdings mit einem anderen Buch (Indien kann warten) kennen- und schätzengelernt. 

Von Patrick McCabe kannte ich zumindest den Namen, auch wenn ich von seinem "Schlächterburschen" nur ein paar Seiten gelesen habe - ich mochte die Sprache nicht.
 

1997 Arundhati Roy - 
The God of Small Things / Der Gott der kleinen Dinge


Die in Neu Delhi lebende Autorin erzählt die Geschichte einer indischen Familie und damit auch die Geschichte Indiens als Teil des britischen Empires und des später unabhängigen Staates; eine wichtige Rolle spielen das uralte, oft grausame Kastensystem und der Konflikt zwischen den großen Religionen.
Jim Crace
Quarantine / Die Versuchung in der Wüste


Mick Jackson
The Underground Man / Der Untergrundmann

Bernard Mac Laverty -
Grace Notes / Annas Lied

Tim Parks
Europa / Europa 

Madeleine St. John
The Essence of the Thing / Eine Liebe in Notting Hill

Professor Gillian Beer
Rachel Billington
Jason Cowley
Jan Dalley
Professor Dan Jacobson
Eine indische Autorin hat in diesem Jahr den Preis gewonnen - mit einem Buch, in dem sie vor allem in Indien für viele Schlagzeilen und Anfeindungen sorgte. Für mich war es ein sprachlich etwas gewöhnungsbedürftiges, aber wunderbares Buch - auf das ich ohne den Booker nie gekommen wäre.

Die anderen Vorschläge sind mir allesamt unbekannt, einzig Tim Parks kenne ich von einem anderen Buch, "Schicksal" - und das hat mir nicht sonderlich gut gefallen.
1996 Graham Swift - 
Last Orders / Letzte Runde


Vier Freunde aus London fahren ans Meer, um die Asche ihres verstorbenen Kumpels Jack zu verstreuen. Sie erinnern sich, legen sich miteinander an, träumen. Auf der tragikomischen Pilgerfahrt kommt auf verhüllte Weise zur Sprache, was ihr Leben ausmacht: kleine Existenzen, stille Dramen, und jeder trägt eine Schuld mit sich herum. 
Margaret Atwood
Alias Grace / Alias Grace

Beryl Bainbridge
Every Man for HImself / Nachtlicht

Seamus Deane
Reading in the Dark / Im Dunkeln lesen

Shena Mackay -
The Orchard on Fire / Der brennende Obstgarten

Rohinton Mistry -
A Fine Balance / Das Gleichgewicht der Welt


Carmen Callil
Jonathan Coe
Ian Jack
A. L. Kennedy
A.N. Wilson
Letzte Runde liest sich in der deutschen Übersetzung mit Berliner Dialekt; etwas gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte einer Männerfreundschaft, die oberflächlich nur aus Trinkgelagen besteht, aber damit ganz andere Spannungen abdeckt, ist sicher lesenswert.

Alias Grace hingegen war mir zu langatmig, die anderen Autoren kenne ich maximal dem Namen nach. 

Shena Mckay ist mir von einem späteren Titel "Die Witwe des Künstlers" zumindest namentlich bekannt, und ähnlich verhält es sich auch mit Rohinton Mistry.

Dafür sind mir zwei der Juroren gut bekannt; A.L. Kennedy hat in den letzten beiden Jahren hier in Deutschland viel Aufmerksamkeit erregt, wobei mir vor allem ihre Erzählungen ("Ein makelloser Mann") zugesagt haben. 

Jonathan Coe hat zuletzt "Erste Riten" veröffentlicht, ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat.

 
1995 Pat Barker - 
The Ghost Road 
Die Straße der Geister


Leutnant Billy Prior glaubt längst nicht mehr an den Sinn des Krieges. Und trotzdem kehrt er zum viertenmal an die Front zurück, weil er es nicht erträgt, dass andere an seiner Stelle sterben.  Pat Barker erzählt die Geschichte von Menschen, die der Krieg nicht loslässt. Was die einen in Alpträumen erleben, erleiden die anderen in der Wirklichkeit


Justin Cartwright -
In Every Face I Met

Salman Rushdie -
The Moor´s Last sigh / Des Mauren letzter Seufzer

Barry Unsworth -
Morality Play / Die Masken der Wahrheit

Tim Winton
The Riders / Getrieben

George Waldon MP
Kate Kellaway
Peter Kemp
Adam Mars-Jones
Ruth Rendell
Pat Barkers Buch habe ich zwar nicht gelesen, aber immerhin war mir der Name und Titel bekannt.

Von den anderen Büchern war mir vor allem Salman Rushdie´s "Des Mauren letzter Seufzer" ein Begriff - ein Buch, das ich mit großem Vergnügen gelesen habe und jederzeit weiterempfehlen kann.

Den Namen Tim Winton habe ich in Australien häufig gesehen; im Januar 2002 war gerade sein Buch "Dirt Music" erschienen und Bestseller.

 
1994 James Kelman - 
How Late It Was, How Late


"Ein fantastischer Roman über einen Tag im Leben eines blinden Mannes
Romesh Gunesekera
Reef / Riff

Abdulrazek Gurnah
Paradise

Alan Hollinghurst -
The Folding Star / Die Verzauberten

George Mackay Brown
Beside the Ocean of Time / Tagenichts und Dichtertraum

Jill Paton Walsh
Knowledge of Angels / Das Wissen der Engel

Professor John Bayley
Rabbi Julia Neuberger
Dr. Alistair Niven
Alan Taylor
James Wood
Der einzige Name, den ich im Zusammenhang mit dem Booker für 1994 kenne, ist John Bayley - und auch ihn nur, weil er der Ehemann von Iris Murdoch war und über ihre Ehe nach ihrem Tod ein Buch geschrieben hat (Elegie für Iris / Das Haus des Witwers) das auch unter dem Titel "Iris" verfilmt wurde und derzeit in den Kinos läuft.

1993 Roddy Doyle - 
Paddy Clarke Ha Ha Ha / Paddy Clarke Ha Ha Ha


Patrick sitzt abends vor dem Fernseher, knabbert Chips und sinniert über die amerikanischen Soldaten, die, man schreibt das Jahr 1968, im Mekong-Delta gegen "Gorillas" kämpfen, er kann seinen kleinen Bruder nicht ausstehen, will Missionar werden und schreckt trotzdem vor einem kleinen Diebstahl nicht zurück. Aber Patricks Welt ist nicht heil; der Vater, ein Trinker, verlässt die Familie, und der Junge muss deshalb den Hohn der Spielkameraden ertragen. Er reagiert auf seine Weise: "Ich höre ihnen gar nicht zu. Es sind ja bloß Kinder."

Tibor Fischer
Under the Frog / Stalin oder ich

Michael Ignatieff
Scar Tissue / 
Die Lichter auf der Brücke eines sinkenden Schiffs

David Malouf

Remembering Babylon / Jenseits von Babylon

Caryl Phillips
Crossing the River / Jenseits des Flusses

Carol Shields
The Stone Diaries / Das Tagebuch der Daisy Goodwill

Lord Gowrie
Professor Gillian Beer
Anne Chisholm
Nicholas Clee
Olivier Todd
Mehr, als dass Roddy Doyle Ire ist und sein Buch sich auch heute noch ganz gut verkauft weiß ich über den Siegertitel nicht; auch die anderen habe ich nicht gelesen (bzw. kenne nicht einmal die Namen); einzig der australische Autor David Malouf ist mir bekannt. 
1992 Michael Ondaatje - 
The English Patient / Der englische Patient

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs treffen in einer zerbombten Villa in der Nähe von Florenz vier Menschen unterschiedlicher Nationalität zusammen, zwischen denen ein eigenartiges Beziehungsgeflecht entsteht. Jeder der vier, drei Männer und eine Frau, sie ist Krankenschwester, erfindet sich eine eigene Welt. Doch im Laufe der Zeit offenbart sich ihr Innenleben und ihre wahre Geschichte

Barry Unsworth -
Sacred Hunger / Das Sklavenschiff


Immer wieder gibt er seine Geschichte zum besten, der hochbetagte Mulatte aus New Orleans, von einem Schiff erzählt er, das aus England kam, mit schwarzen und weißen Menschen an Bord, von einer Meuterei, die blutig endete, von der Landung und von einem wunderbaren Ort im Dschungel. Niemand schenkt seinen Worten Glauben, und doch hat es das Schiff mit der "schwarzen Ware" gegeben, den Aufstand und auch die Siedlung an den Gestaden Floridas, wo es sich friedlich leben ließ, bis die Weißen das Paradies zerstörten und die Bewohner unter ihre Knute zwangen.

Christopher Hope
Serenity House

Patrick McCabe
The Butcher Boy / Der Schlächterbursche

Ian McEwan
Black Dogs / Schwarze Hunde

Michéle Roberts
Daughters of the House

Victoria Glendinning
John Coldstream
Valentine Cunningham
Dr. Harriet Harvey Wood
Mark Lawson
Wer würde den "Englischen Patienten" nicht kennen! Eines meiner absoluten Lieblingsbücher, auch die Verfilmung hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die übrigen Bücher Ondaatje´s können in meinen Augen damit nicht ganz mithalten, auch wenn mir "Anils Geist" auch gut gefallen hat.

Den zweiten Gewinner hingegen kenne ich nur dem Namen nach. 

Von den anderen nominierten habe ich "Schwarze Hunde" von Ian McEwan gelesen, wobei es für mich nicht zu seinen besten Büchern zählt - und Patrick McCabe´s "Schlächterbursche" steht schon seit längerer Zeit ungelesen in meinem Bücherschrank. Aufgrund der derben Sprache habe ich bislang, obwohl es sehr dünn ist, nicht genug Energie aufgebracht, es zu Ende zu lesen.

 
1991 Ben Okri - 
The Famished Road / Die hungrige Straße

Farbig und märchenhaft erzählt Ben Okri von Geistern und Korruption, von den Wundern und den Rätseln des Lebens, von Lebenslust und Elend unter der glühenden afrikanischen Sonne. 
Martin Amis
Time´s Arrow / Pfeil der Zeit

Roddy Doyle -
The Van / Fish and Chips

Rohinton Mistry -
Such a Long Journey / So eine lange Reise

Timothy Mo
The Redundancy of Courage

William Trevor
Reading Turgenev / Turgenjews Schatten
Jeremy Treglown
Penelope Fitzgerald
Jonathan Keates
Nicholas Mosley
Ann Schlee
Wieder ein Preisträger, den ich nicht kenne; noch nicht kenne.

Auch die übrigen Autoren / Buchtitel sind mir nur dem Namen nach bekannt, bis auf William Trevor. Von ihm habe ich "Tod im Sommer" gelesen, wovon ich aber nicht überzeugt war. 
1990 A. S. Byatt - 
Possession / Besessen


Literaturwissenschaftler Roland Michell gerät in den Besitz eines bislang unbekannten Dokuments: den Entwurf eines Briefes, den der berühmte viktorianische Dichter Randolph Henry Ash an eine Dame zu schreiben beabsichtigte. Roland beginnt Nachforschungen anzustellen - die aufdecken, dass R. H. Ash, der weltgewandte Literat und vorbildliche Ehemann, und die exzentrische Dichterin, die als alte Jungfer starb, eine leidenschaftliche Beziehung unterhalten haben, aber nicht nur das ... 

Beryl Bainbridge
An Awfully Big Adventure

Penelope Fitzgerald -
The Gate of Angels / Das Engelstor

John McGahern
Amongst Women / Unter Frauen

Brian Moore
Lies of Silence / Lies of Silence

Mordecai Richler
Solomon Gursky Was Here / Solomon Gursky war hier

Sir Denis Forman
Susannah Clap
A Walton Litz
Hilary Mantel
Kate Saunders
Antonia S. Byatt hat auch im deutschen Sprachraum mit ihrem Roman "Besessen" für Aufsehen gesorgt; auch ich habe das Buch verschlungen.

Brian Moore hat mir durch seinen Schreibstil sehr zugesagt, mich aber durch die religiöse Ausrichtung gegen Ende sehr ernüchtert, so dass ich eigentlich keine weiteren Bücher mehr von ihm lesen wollte. 
1989 Kazuo Ishiguro - 
The Remains of the Day /
Was vom Tage übrig blieb

Der in London lebende japanische Schriftsteller Kazuo Ishiguro erzählt die Geschichte eines englischen Butlers, läßt ihn zurückblicken auf jene Zeit, als er assistiert von 17 Dienstboten, Tag und Nacht für das Wohl seiner Lordschaft, des Herrn von Darlington Hall, sorgte. Steif und umständlich ist dieser Stevens, dazu völlig humorlos - und gerade deshalb gerät er immer wieder in Situationen von unfreiwilliger Komik, besonders wenn es um die Liebe geht

Margaret Atwood
Cat´s Eye / Katzenauge

John Banville
The Book of Evidence / Das Buch der Beweise

Sybille Bedford
Jigsaw / Das Vermächtnis

James Kelman
A Disaffection 

Rose Tremain
Retoration

David Lodge
Maggie Gee
Helen McNeil
David Profumo
Edmund White
Es ist eindeutig Ishiguros bislang bestes Buch, das hier gewonnen hat; ein stilles, unspektakulärer Bericht über einen Menschen, der am Ende seines Lebens erkennen muss, dass er sein Glück verschenkt hat.

John Banville zählt zu meinen favorisierten Autoren, auch wenn ich das hier vorliegende Buch nicht kenne. Aber mit "Athena" und mehr noch mit "Der Unberührbare" hat er mich schwer beeindruckt.  
1988 Peter Carey - 
Oscar and Lucinda


Oscar Hopkins und Lucinda Leplastrier lernen sich 1866 an Bord eines Dampfers kennen, der sich auf dem Weg von England nach Australien befindet. Oscar, ein englischer Geistlicher, fühlt sich berufen, die wilden Eingeborenen zu bekehren, Lucinda ist eine
erfolgreiche Unternehmerin, die auf dem fünften Kontinent die Chance ergriffen hat, sich als Frau zu emanzipieren. 
Bruce Chatwin
Utz / Utz

Penelope Fitzgerald
The Beginning of Spring / Frühlingsanfang

David Lodge
Nice Work / Saubere Arbeit

Salman Rushdie
The Satanic Verses / Satanische Verse

Marina Warner
The Lost Fahter

The Rt. Hon. Michael Foot
Sebastian Faulks
Philip French
Blake Morrison
Rose Tremain
Der erste mit dem Booker-Prize ausgezeichnete Roman von Peter Carey ist leider nicht mehr in der deutschen Übersetzung erhältlich (was sich hoffentlich aufgrund des neuen Interesses bald ändert) - aber alleine die Verfilmung lässt auf ein schönes Buch hoffen.

Bruce Chatwin, der Reiseschriftsteller, ist mir natürlich ein Begriff, so wie auch Salman Rushdie, der mit dem hier nominierten Buch "Die satanischen Verse" mit der Fathwa belegt wurde. 

"Nice Work" ist der dritte und letzte  Band der Universitätsromane, die David Lodge mit "Ortswechsel" begonnen und mit "Small Places" fortgesetzt  hat. 

1987 Penelope Lively - 
Moon Tiger / Moon Tiger


Das Leben der Claudia H. wird bestimmt von der Rivalität mit ihrem Bruder, von der eigenartigen Beziehung zum Vater ihrer Tochter und jenem tragischen Zwischenfall in der Wüste, bei dem ihr Geliebter ums Leben kam. Das liegt schon mehr als vierzig Jahre zurück. Aber eigentlich ist in ihrem Leben alles Gegenwart: Kindheit und Krieg, Ägypten, England, die ganze Welt und ihre Geschichte. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau: Klug, selbstbewusst und geprägt von höchster geistiger Anspannung, lebt sie in ständiger intellektueller Auseinandersetzung mit ihrer Umgebung und mit sich selbst.

Chinua Achebe
Anthills of the Savannah / Termitenhügel in der Savanne

Peter Ackroyd -
Chatterton / Chatterton

Nina Bawden
Circles of Deceit

Brian Moore -
The Colour of Blood / Die Farbe des Blutes

Iris Murdoch -
The Book and the Brotherhood

P.D. James
Lady Selina Hastings
Allan Massie
Trevor McDonald
John B. Thompson
Den Siegertitel kenne ich nicht; auch die sonstigen nominierten Buchtitel habe ich nicht gelesen, obwohl mir Brian Moore und Iris Murdoch natürlich bekannt sind.
1986 Kingsley Amis - 
The Old Devils
Margaret Atwood
The Handmaid´s Tale / Der Report der Magd

Paul Bailey
Gabriel´s Lament

Robertson Davies
What´s Bred in the Bone / Was du ererbt von deinen Vätern

Kazuo Ishiguro
An Artist of the Floating World / Der Maler der fließenden Welt

Timothy Mo  - 
An Insular Possesion

Anthony Thwaite
Edna Healey
Isabel Quigley
Gillian Reynolds
Bernice Rubens
Auch hier gilt, dass ich weder den Autor noch das Buch kenne, das gewonnen hat; von den nominierten Titeln kenne ich nur "Der Maler der fließenden Welt" von Ishiguro - ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat, so fremd es auch erst erscheinen mag. 
1985 Keri Hulme - 
The Bone People / Unter dem Tagmond

Vor dem Hintergrund der urwüchsigen Küstenlandschaft Neuseelands spielt sich zwischen drei
Menschen, die auf schicksalhafte und Schmerzliche Weise zusammenfinden, ein verzweiflungsvolles Drama widerstreitender Gefühle ab. Keri Hulme hat ein ungewöhnliches, äußerst eindrucksvolles und
Verstörendes Buch geschrieben über die Verlorenheit des einzelnen, der seine traditionellen Bindungen eingebüßt hat. 

Peter Carey
Illywhacker / Illywhacker

J.L. Carr
The Battle of Pollocks Crossing

Doris Lessing
The Good Terrorist / Die Terroristin

Jan Morris
Last Letters from Hav

Iris Murdoch
The Good Apprentice / In guter Absicht
Norman St. John-Stevas
Nina Bawden
J.W. Lambert
Joanna Lumley
Marina Warner
Ein besonderes Buch wurde hier ausgezeichnet - die intensive, unter die Haut gehende Geschichte der Neuseeländerin vermittelt ein Gefühl dafür, was es heißt, die Wurzeln zu verlieren.

Der Australier Peter Carey sollte ein Jahr später ja ausgezeichnet werden; Doris Lessings hier vorgestelltes Buch ist mir gänzlich unbekannt, auch wenn ich vor allem von "Das fünfte Kind" sehr beeindruckt war.

"In guter Absicht" ist in meinen Augen nicht unbedingt Iris Murdoch´s bestes Buch. 
1984 Anita Brookner - 
Hotel du Lac
J.G. Ballard
Empire of the Sun / Höllentrip ins Paradies

Julian Barnes
Flaubert´s Parrot / Flauberts Papagei

Anita Desai
In Custody

Penelope Lively
According to Mark

David Lodge -
Small World / Small World

Profesor Richard Cobb
Anthony Curtis
Poly Devlin
John Fuller
Ted Rowlands
Auch diese Sieger-Autorin ist mir nicht bekannt, dafür zwei Autoren, die in der Shortlist auftauchen; 

Julian Barnes habe ich mit "Darüber reden" schätzen gelernt, und der Flauberts Papagei könnte mir wohl auch gut gefallen; 

David Lodge hat mich mit "Ortswechsel", dem ersten Band seiner Universitätsserie, die er mit Small World fortgesetzt hat, köstlich amüsiert. 
1983 J. M. Coetzee - 
Life
& Times of Michael K
Leben und Zeit des Michael K.


Wie ein tumber Tor irrt Michael K. durch ein von bürgerkriegsähnlichen Wirren zerklüftetes Südafrika, durch dessen Städte, Landschaften, Hospitäler und Gefängnisse. Michael K. torkelt durch das Land, um die Asche seiner Mutter an die Stätte ihrer Kindheit und sich selbst vor den Menschen in Sicherheit zu bringen. Ein tragischer Tor, der sich wie Robinson an den Rand der modernen Welt zurückzieht. 

Malcolm Bradbury
Rates of Exchange / Wechselkurse

John Fuller
Flying to Nowhere / Die unterbrochene Reise

Anita Mason
The Illusionist

Salman Rushdie
Shame / Scham und Schande

Graham Swift

Waterland / Waterland

Fay Weldon
Angela Carter
Terence Kilmartin
Peter Porter
Libby Purves
Dieser erste Siegertitel von Coetzee ist mir unbekannt, aber wohl ähnlich gut wie die "Schande";

Salman Rushdie´s Shame ist mir gar nicht bekannt, während Graham Swift´s Waterland seit einiger Zeit in meinem Regal darauf wartet, gelesen zu werden. 
1982 Thomas Keneally - Schindler´s Ark / Schindlers Liste

Schindlers Liste »Eine wahre Heldengeschichte aus dem Krieg und wie der Baum, der zu Oskar Schindlers Ehren in Jerusalem gepflanzt wurde, ein großes Denkmal für den Kampf des einzelnen gegen den Naziterror.« 
John Arden
Silence among the Weapons

William Boyd
An Ice-Cream War

Lawrence Durrell -
Constance or Solitary Practices / Constance oder Private Praktiken

Alice Thomas Ellis
The 27th Kingdom

Timothy Mo
Sour Sweet
Professor John Carey
Paul Bailey
Frank Delaney
Janet Morgan
Lorna Sage
Der Siegertitel dieses Jahres, Schindlers LIste, ist wohl eher durch den Film als durch das Buch fast jedem bekannt; ich habe danach auch das Buch gelesen, war aber von der literarischen Umsetzung nicht wirklich angetan.
1981 Salman Rushdie - Midnight´s Children / Mitternachtskinder

Um die Mitternacht des 15. August 1947 erlangt Indien die Unabhängigkeit. Alle 'Mitternachtskinder', die zu dieser Stunde auf die Welt kommen, sind mit wundersamen Eigenschaften begabt: mit herkulischer Kraft, der Gabe, unsichtbar zu werden oder durch die Zeit zu reisen, und überirdischer
Schönheit, die buchstäblich blind macht. Die Fähigkeit, in Herz und Hirn anderer Menschen einzudringen, besitzt als einziger Saleem Sinai, der Held und Chronist dieser phantastischen Familiengeschichte vor dem bizarren, farbenprächtigen Hintergrund des indischen Subkontinents. Ein märchenhaftes Universum, in dem Realität und Fiktion untrennbar miteinander verwoben sind.

 
Molly Keane
Good Behaviour

Doris Lessing
The Sirian Experiments / Die siranischen Versuche

Ian McEwan
The Comfort of Strangers / Der Trost von Fremden

Ann Schlee
Rhine Journey

Muriel Spark
Loitering with Intent / Vorsätzlich herumlungern

D.M. Thomas
The White Hotel

Professor Malcolm Bradbury
Brian Aldiss
Joan Bakewell
Samuel Hynes 
Hermione Lee
Mitternachtskinder, Rushdies Roman, in dem er die Geschicke einiger Kinder mit dem jungen Staat Indien vermengt, war mein Einstieg in Rushdie´s Welt - auch wenn ich nicht alle Anspielungen verstehen kann, ist es doch (zumindest in weiten Teilen) grandios zu lesen. 

Aber auch Ian McEwan hat hier mit "Der Trost der Fremden" ein Buch vorgelegt, das auf meiner persönlichen Hitliste ganz oben steht; beklemmend, verstörend, und diese Sprache! 
1980 William Golding - 
Rites of Passage


In the cabin of an ancient, stinking warship bound for Australia, a man writes a journal to entertain his godfather back in England. With wit and disdain he records mounting tensions on board, as an obsequious clergyman attracts the animosity of the tyrannical captain and surly crew. 
Anthony Burgess
Earthly Powers

Anita Desai
Clear Light of Day

Alice Munro
The Beggar Maid

Julia O´Faolain
No Country for Young Men

Barry Unsworth
Pascali´s Island

J.L. Carr - 
A Month in the Country

Professor David Daiches
Ronald Blythe
Margaret Forster
Claire Tomalin
Brian Wenham
William Golding ist mir nur durch den Roman bekannt, für den er dann später auch mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet werden sollte: "Der Herr der Fliegen". "Rites of Passage" ist derzeit auch nicht in deutscher Übersetzung erhältlich.

Die anderen Autoren sind mir leider auch nicht bekannt, obwohl einige Namen, wie zB Anita Desai, ja im Laufe der Beschäftigung mit dem Booker immer wieder auftauchen.
1979 Penelope Fitzgerald -
Offshore

The story of a houseboat community set in 1960s Battersea. Living between land and water, they feel
as if they belong to neither
Thomas Keneally
Confederates

V.S. Naipaul
A Bend in the River  / An der Biegung des großen Flusses

Julian Rathbone
Joseph

Fay Weldon
Praxis

Lord (Asa) Briggs
Benny Green
Michael Ratcliffe
Hilary Spurting
Paul Theroux
Auch hier kenne ich das Siegerbuch nicht; einzig V.S. Naipaul´s Buch "An der Biegung des großen Flusses" ist mir bekannt. Auch dieser Autor hat ja mittlerweile die Auszeichnung zum Literaturnobelpreisträger erhalten - dennoch reizt es mich nicht wirklich, noch weitere Bücher von ihm zu lesen. 

1978 Iris Murdoch - 
The Sea, the Sea / Das Meer, das Meer

Erzählt wird die "zeitlose" Geschichte eines "intelligent monologisierenden, arroganten Machos", der sich in ein Haus am Meer zurückgezogen hat und feststellen muss, dass seine große Liebe, die einzige, die ihn nie erhört, sondern einen anderen geheiratet hat, ganz in der Nähe lebt. Ohne zu fragen, ob seine Gefühle erwidert werden, beschließt er, seine Jugendliebe spät, aber wenigstens doch noch zu erobern. Sein wahrer Gegenspieler ist jedoch nicht die Frau, sondern das Meer, dessen "unendliche Magie" Murdoch in "großen poetischen
Passagen" einfängt.

 

Kingsley Amis
Jake´s Thing

André Brink
Rumors of Rain

Penelope Fitzgerald
The Bookshop / Die Buchhandlung

Jane Gardam
God on the Rocks 

Bernice Rubens
A Five-Year Sentence

Sir Alfred Ayer
Derwent May
P.H. Newby
Angela Huth
Clare Boylan
Auch wenn Iris Murdoch meiner Meinung nach noch bessere Bücher geschrieben hat als "Das Meer, das Meer" (zum Beispiel "Der schwarze Prinz") freue ich mich doch, dass sie, die immerhin 6 x für den Booker nominiert war, ihn auch einmal erhalten hat. 

1977 Paul Scott - 
Staying On / Nachspiel

Nur einen einzigen Tag - es ist gleichzeitig sein letzter - im Leben des pensionierten britischen Kolonialbeamten 'Tusker' Smalley beschreibt Nachspiel. und dennoch zeichnet Paul Scott mit farbenprächtiger Erzählkraft und einer kräftigen Prise englischem Humor ein eindrucksvolles Porträt von vierzig Lebensjahren in einem sich rapide wandelnden Indien. 
Paul Bailey
Peter Smart´s Confessions

Caroline Blackwood
Great Granny Webster

Jennifer Johnston
Shadows on our Skin / Mondschatten

Penelope Lively
The Road to Lichfield

Barbara Pym

Quartet in Autumn / Quartett im Herbst

Philip Larkin
Beryl Bainbridge
Brendon Gill
David Huges
Robin Ray
Es ist wahrscheinlich ganz normal, dass, je weiter meine Beschäftigung mit dem Booker in der Zeit zurückgeht, die Anzahl der Namen, die ich kenne, rapide sinkt. So ist es auch hier - kein einziger, zu dem ich einen Kommentar abgeben könnte.  
1976 David Storey - 
Saville

Set in South Yorkshire, this is the story of Colin's struggle to come to terms with his family - his mercurial,
ambitious father, his deep-feeling, long-suffering mother - and to escape the stifling heritage of the raw
mining community into which he was born. 
Andre Brink
An Instant in the Wind / Stimmen im Wind

R.C. Hutchinson
Rising

Brian Moore
The Doctor´s Wife / DIe Frau des Arztes

Julian Rathbone
King Fisher Lives / Der letzte englische König

William Trevor -
The Children of Dynmouth / Die Kinder von Dynmouth 

Walter Allen
Mary Wilson
Francis King
Immerhin tauchen hier wieder zwei mir bekannte Autorennamen auf - William Trevor und Brian Moore. Die betreffenden Titel kenne ich dennoch nicht.. 
1975 Ruth Prawer Jhabvala - 
Heat and Dust / Hitze und Staub

Der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt: Anfang der zwanziger Jahre und Anfang der siebziger Jahre. Jeweils eine junge Frau ist die Hauptperson, Olivia und Anne, Engländerinnen, welche beide prägende Erfahrungen in Indien machen, letztere auf den Spuren der ersten. Die Parallelitäten in den Leben der beiden Frauen werden deutlich. Ihre Konflikte und Probleme mit den Regeln und Erwartungen der Kulturen und Gesellschaften (Indiens und Englands) werden thematisiert. Außerdem folgen wir den Veränderungen, die sich in der Zeitspanne von nur fünfzig Jahren in Indien ereigneten und vor deren Hintergrund die Handlung stattfindet

Thomas Keneally
Gossip from the Forest
Angus Wilson 
Peter Ackroyd
Susan Hill
Roy Fuller
Es erscheint mir seltsam, dass hier die Auswahl aus nur zwei Büchern getroffen worden sein soll, aber mehr Informationen habe ich dazu leider nicht finden können. Thomas Kenneally ist mir als noch von Schindlers Liste bekannt, Jhabvala hingegen ist mir völlig unbekannt.

1974 Nadine Gordimer - 
The Conservationist / Der Besitzer 

Ein Buch über einen Mann, der zur privilegiertesten Schicht in Südafrika gehört. Gordimer beschreibt wie Mehring langsam den Kontakt zu seiner Familie und seinem (weißen) Bekanntenkreis verliert. Er zieht sich immer mehr auf seine Farm zurück. Er liebt das Land, aber vom Leben der Schwarzen und Farbigen dort ist er unendlich weit entfernt


Stanley Middleton - 
Holiday


Kingsley Amis
Ending Up

Beryl Bainbridge
The Bottle Factory Outing

C.P. Snow
In their Wisdom

Ion Trewin
A.S. Byatt
Elizabeth Jane Howard
Eine weitere Literaturnobelpreisträgerin, die zuvor schon mit dem Booker ausgezeichnet wurde: Nadine Gordimer, eine Autorin, die schon lange auf meinem Leseplan steht. 
1973 J.G. Farrell - 
The Siege of Krishnapur
Beryl Bainbridge
The Dressmaker

Elizabeth Mavor
The Green Equinox

Iris Murdoch
The Black Prince / Der schwarze Prinz

Karl Miller
Edna O´Brien
Mary McCarthy
Hier wäre es nun gewesen, mein favorisiertes Buch von Iris Murdoch - Leider hat es jedoch die begehrte Auszeichnung nicht erhalten. Schade! Denn Farrell kenne ich wiederum gar nicht. 
1972 John Berger - 
G / G.

This novel centres on G, who seems impervious to everything around him. His interests are purely sexual, his crowning ideal fulfilment. Yet, in the end this is enough for the politics of desire to expose the criminal politics of oppression.

Susan Hill
Bird of Night

Thomas Keneally
The Chant of Jimmy Blacksmith

David Storey
Pasmore
Cyril Connolly
Dr. George Steiner
Elizabeth Bowen
Thomas Keneally, mal wieder - aber ansonsten lauter fremde Namen... 
1971 V. S. Naipaul - 
In a Free State / In einem freien Land

Wie leben Menschen in einem Land, in dem sie fremd sind? "Das einzige, was meine Freiheit mir eingebracht hat, ist das Wissen, dass ich ein Gesicht und einen Körper habe und dass ich diesen Körper für eine gewisse Anzahl von Jahren ernähren und kleiden muss", sagt Santosh, der mit seinem Herrn aus Bombay in die USA kommt. Es ist nicht nur das ganz andere der Erscheinungen, das ihn verwirrt, es ist vor allem das ganz andere Leben und Denken der Menschen. Als Santosh Priya kennenlernt, der ein indisches Restaurant eröffnet hat, verlässt er seinen Herrn und taucht in die Illegalität unter.

 
Thomas Kilroy
The Big Chapel

Doris Lessing
Briefing for a Descent

Mordecai Richler
St. Urbain´s Horesman / Der Traum des Jakob Hersch

Derek Robinson
Goshawk Sqadron

Elitzabeth Tayler
Mrs Palfrey at the Claremont

John Cross
Saul Bellow
John Fowles
Lady Antonia Fraser
Philip Toynbee
V.S. Naipaul, der 2001 den Nobelpreis für Literatur verliehen bekommen sollte, wurde bereits 30 Jahre davor mit dem Booker gewürdigt. 
1970 Bernice Rubens - 
The Elected Member
A.L. Barker
John Brown´s Body

Elizabeth Bowen
Eva Trout

Iris Murdoch
Bruno´s Dream

William Trevor
Mrs Eckdorf in O´Neill´s Hotel

T.W. Wheeler
The Conjunction
David Holloway
Dame Rebecca West
Lady Antonia Fraser
Ross Higgins
Richard Hoggart
Auch der zweite Gewinner dieses wichtigen Buchpreises ist imr unbekannt wie auch die meisten nominierten Titel - bis auf Iris Murdoch (der vorliegende Titel ist leider nicht auf deutsch erhältlich) und William Trevor, den ich nicht unbedingt schätze. 
1969 P.H. Newby - 
Something to Answer for

Barry England
Figures in a Landscape

Nicholas Mosley
Impossible Object

Iris Murdoch
The Nice and The Good

Muriel Spark
The Public Image

G.M. Williams
From Scenes like These

W.L. Webb
Dame Rebecca West
Stephen Spencer
Frank Kermode
David Farrer
Ein mir unbekannter Gewinner und zwei Namen, die mir bei den Nominierten nicht fremd sind: Muriel Spark und Iris Murdoch. "The Nice and the Good" ist derzeit nicht in deutscher Übersetzung erhältlich. 




© Daniela Ecker

2002
LESELUST

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