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Durch die Empfehlung einer
Freundin hatte ich mich zu einer weiteren Krimireihe überreden lassen
- und es bislang nicht bereut! Ian Rankin schreibt witzige und
intelligente Krimis mit einem soliden Plot und erzählt nebenbei auch
immer noch eine Menge über Edinburgh und Umgebung.
Nachdem er nun endlich auch in Deutschland mehr Beachtung findet
(anders wäre ich auch nicht auf ihn aufmerksam geworden) hat der
Verlag ihn auf eine Lesereise geschickt - und, als wäre er noch nicht
Attraktion genug, ihm noch Udo Wachtveitl, den meisten aus dem
Fernsehen bekannt, zum Verlesen der deutschen Übersetzung zur Seite
gestellt.
Rankin und Wachtveitl sind allerdings ein wunderbares Gespann. Bei der
Lesung geht launig ein Part in den anderen über. Rankin zuzuhören,
wie er aus der Originalfassung liest, macht mir zum ersten Mal
bewusst, wie viel Humor auch in diesen Büchern steckt, wie viele
Wortspiele enthalten sind - und den Autor dann auch noch die Dialoge
im schottischen Akzent sprechen zu hören überzeugt mich auf der
Stelle, die restlichen Bände überwiegend auf Englisch lesen zu
wollen.
In Bayern, so erzählt uns Wachtveitl bevor er weiterliest, hätte er
das Schottische durch Bayrisch ersetzt, würde uns das aber hier in
Berlin nicht zumuten - was ich sehr bedauert habe!
Danach erzählt der Autor noch - davon, dass es das Pub wirklich gibt,
in das er seinen John Rebus immer schickt, dass es in Edinburgh
mittlerweile tatsächlich geführte Rebus-Touren auf Krimispuren
gäbe.
Er hätte es auch einmal mit Musik versucht, und die Musik, die Rebus
in den Büchern hört, entspricht ziemlich genau auch seinem eigenen
Geschmack.
Rebus ist mit ihm älter geworden, meint er; sein Geschmack ändert
sich, sein Schwerpunkt verschiebt sich langsam doch ein wenig.
Früher hatte Rankin überlegt, Rebus einen zweiten Polizisten als
Vertrauten zur Seite zu stellen, was man in "Das zweite
Zeichen" und "Ehrensache" auch verfolgen konnte, ist
dann aber doch von der Idee wieder abgekommen, weil Rebus nun einmal
ein Einzelkämpfer ist.
Da sich langsam aber die Zeit nähert, da Rankin darüber nachdenkt,
Rebus in den Ruhestand zu schicken, hat er eine Kollegin als
potentielle Nachfolgerin aufgebaut - Shiobhan, die sich im Gegensatz
zu Rebus mehr mit den modernen Techniken der Verbrechensbekämpfung
auseinandersetzt.
Rankin, das merkt man, ist ein Profi, ist es gewohnt, für sich zu
sprechen - aber auf seine ruhige, unprätentiöse Weise hat er mich
sehr für sich eingenommen. Die Fotos auf den Buchumschlägen werden
ihm auch nicht gerecht; ein durchaus attraktiver Mann, und dass er
nicht seinen ganzen Witz an die Bücher verschwendet sondern auch in
persona noch genug davon übrig hat, hat den Abend sehr vergnüglich
werden lassen.
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Der
Autor:
Ian Rankin, 1960 in Fife
geboren, lebte in Edinburgh und London, bevor er mit seiner Frau nach
Südfrankreich zog. Sein erster Roman erschein 1986 und wurde von der
Kritik gefeiert. Der internationale Durchbruch beim Lesepublikum gelang
ihm schließlich mit seinem melancholischen Serienhelden John Rebus, der
mittlerweile aus den britischen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken
ist.
Weitere Titel:
(Knots & Crosses)
Verborgene Muster (1)
(Hide &
Seek)
Das zweite Zeichen (2
(Wolfman)
Wolfsmale (3)
(Strip Jack)
Ehrensache (4)
(The Good Hanging and other stories) (5)
(The Black Book)
Verschlüsselte Wahrheit (6)
(Mortal Causes)
Blutschuld (7)
(Let it Bleed)
(8)
(Black & Blue)
(9)
(The Hanging Garden)
(10)
(Death is not the End)
(11)
(Dead Souls)
(12)
(Set in Darkness)
Der kalte Hauch der Nacht (13)
(The Falls) Puppenspiel (14)
(Resurrection
Man) Die
Tore der Finsternis (15)
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