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13.10.02

Barbara Vine bei ihrer Signierstunde in Salzburg

Salzburg, 20. August 2002, Buchhandlung Rupertus 

 

 


Ein heißer Sommernachmittag in Österreich; in Salzburg finden gerade die Festspiele statt, und im Veranstaltungskalender von Diogenes findet sich der Hinweis "Signierstunde mit Barbara Vine in der Buchhandlung Rupertus".

Keine Pressereise, kein neues Buch, das vorgestellt werden soll - Barbara Vine´s letzer Roman, "The Blood Doctor", ist auf deutsch noch nicht erschienen - was also führt die Grand Dame des Krimi nach Salzburg?

Die Festspiele, erzählt sie aufgeräumt den paar Besuchern, die sich um ihren Signiertisch sammeln; sie hätte sich den Don Giovanni angesehen, wäre aber von der Inszenierung nicht überzeugt gewesen.

Aber sie wäre immer wieder gerne in Salzburg; überhaupt sind Pressereisen durch Österreich, die Schweiz und Deutschland ihr wesentlich lieber als durch die USA. Die Mensche wären freundlicher, überall interessierte Leser, und vor allem: Das Essen! Da wäre sie immer wieder positiv überrascht.

Dabei ist sie ansonsten gerne in den USA, schließlich lebt ihr Sohn und ihr Enkel dort, der sie mit seinen Fragen nach dem Sterben schon manchmal ins Schleudern brächte. 

Eigentlich wollte ich mir dann auch gerne "The Blood Doctor" kaufen und es von ihr signieren lassen, doch leider - und es war der Buchhändlerin sichtlich peinlich - war gerade dieses Buch vor wenigen Tagen ausverkauft worden, und die Nachbestellung war nicht rechtzeitig eingetroffen.

Die angenehme Atmosphäre in der Buchhandlung wurde dadurch aber nicht getrübt; die langen Schlangen, die zum Signieren anstehen, gab es nicht, statt dessen ein zwangloses kurzes Gespräch mit der Autorin, die sich wirklich für jeden Besucher ein wenig Zeit nahm.

Nächstes Frühjahr soll "The Blood Doctor" auf Deutsch erscheinen, und vielleicht wird die Autorin dann auch wieder auf Lesereise gehen. Eine Begegnung, auf die man sich freuen darf!

  Die Autorin: 



Barbara Vine = Ruth Rendell,
geb. 17. 2. 1930 als einziges Kind eines Lehrerehepaares. Arbeitete kurz als Journalistin, war zehn Jahre lang Hausfrau und Mutter, bevor sie 1964 ihren ersten Krimi verkaufte. In den 80ern wurde ihr das Muster der klassischen Whodunit zu eng, und sie fing an, unter einem Pseudonym, eben Barbara Vine (ihr zweiter Vorname und der Mädchenname ihrer Großmutter) psychologisch anspruchsvollere Bücher zu schreiben. 1997 wurde sie zur Baroness Rendell of Babergh ernannt. Unter dem Pseudonym Barbara Vine gewann sie zahlreiche Preise. Sie lebt in Suffolk. 

Weitere Titel: Liebesbeweise 

Die im Dunkeln sieht man doch
 

Das Haus der Stufen
 

König Salomons Teppich
 

Keine Nacht dir zu lang 

Astas Tagebuch
 

Schwefelhochzeit 

Der schwarze Falter 

Heuschrecken 




© Daniela Ecker
13. Oktober 2002

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