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16.10.01

Wolfram Fleischhauer liest aus "Drei Minuten mit der Wirklichkeit"

Berlin, 4. September  2001 - Kalkscheune
 

 


Einladung zur Buchpräsentation in der Kalkscheune - mit Tangoeinlagen und anschließend Tanz für alle, die können und mögen. 

So lautete die Einladung, die mir ins Haus flatterte - und die ich schon aus Neugierde angenommen hatte. Zwar hatte ich bislang eher abschreckendes über den Autoren gehört; Bücher, die nicht unbedingt für mich interessant wären, wurde mir (um es freundlich zu umschreiben) gesagt.

Aber was ich dann bei der Lesung erlebt habe, ging in eine ganz andere Richtung. Wolfram Fleischhauer hat sehr professionell sein Buch vorgestellt, kurz den Inhalt skizziert; eine junge Tänzerin lernt einen Tangotänzer kennen, verliebt sich in ihn, und merkt aber auch, dass es ein dunkles Geheimnis gibt. Eine Amour Fou beginnt; leidenschaftlich und wild. Es gibt Regeln dahinter, spürt sie - Regeln, die sie nicht kennt. 

Als er weggeht, nach Argentinien, wie sie vermutet, reist sie ihm nach, und sucht ihn in den Tangobars...

Vorgelesen wurde uns hauptsächlich aus den Passagen, die vom Tanzen handeln. Von den Regeln, den Schulen, der Musik; und entgegen meiner Erwartungen haben diese Schilderungen mich sehr fasziniert. Ich konnte förmlich vor mir sehen, wie sie nun anfangen zu tanzen. Die vorgelesenen Szenen wurden dann auch nachgetanzt; wunderbar anzusehen ist Tango ja ohnehin.

Alles in allem war ich sehr angetan; der Autor wirkt sehr sympathisch, und was in den Pressemitteilungen an Zitaten zu lesen war, stellt ihn in einem viel zu arroganten Licht dar. Seine Schilderungen vom Tanz sind wirklich sehr faszinierend; ich lese ohnehin gerne, wenn jemand von einer Sache begeistert ist und es auch versteht, seine Begeisterung zu übermitteln.

Die Liebesgeschichte, die auch noch verpackt ist, lacht mich allerdings noch so gar nicht an. Das klang eher schrecklich und klischeehaft - ich bin gespannt, wie weit mein Vorab-Eindruck dann bei der Lektüre des Buches auch zutrifft!

  Der Autor:
Wolfram Fleischhauer

© Daniela Ecker
15. Oktober  2001

LESELUST