Lesungen - dabeigewesen mit der LESELUST

 

06.01.03

Jakob Arjouni liest aus Kismet
Berlin, 1. März 2001
   

Jakob Arjouni hat heute in der Buchhandlung Hacker und Presting in Charlottenburg sein neuestes Buch, KISMET, präsentiert.

Eine kleine Buchhandlung mit roten Regalen, Stuck an den Decken, schmal und eng - und hier wurden so viele Stühle aufgestellt, wie überhaupt nur Platz hatten. Aber natürlich nicht genug - bis auf die Straße raus standen die Leute an, hörten sich vor der Tür an, wie er vorgelesen hatte.

Offene Tür bei Minusgraden - es war also kalt. Aber trotzdem: Ziemlich gute Stimmung, sehr viele Leute. Für eine Lesung, habe ich zumindest bisher festgestellt, war ein ausgesprochen hoher Anteil an Männern anwesend die deutlich sichtbar nicht von ihrer weiblichen Begleitung hergeschleppt wurden, da wars noch eher umgekehrt.

Aber dann wars endlich so weit, und er konnte anfangen zu lesen. Den Beginn und die Szene, als er im "Adria-Grill" ein bisschen vermöbelt wird. Ich kannte das Buch ja schon, aber es war trotzdem sehr lustig, ihm zuzuhören, vor allem, als er dann, wie ja auch im Buch geschrieben, im hessischen bzw. Berliner Jargon zu reden begann.

Fragen wurden keine gestellt, eine "geführte" Diskussin gabs leider auch nicht - dafür aber Bier. Und der Herr hat auch geraucht. Vor allem, als er dann anfing, unsere Bücher zu signieren. Habe ich schon beschrieben, wie er aussieht? Nicht allzu groß, sehr intensive Augen, gute Figur, kurze Haare (ich fand, sie sahen besser aus, als sie noch länger waren) - und mit viel Ausstrahlung. Sehr selbstsicher, etwas arrogant - aber noch in erträglichem Maße. Nicht unbedingt warmherzig. Und eine ausgesprochen hübsche Freundin hat er ;-)

Ein paar Worte habe ich, während er meine Bücher signiert hat, dann doch noch mit ihm gewechselt. Und dabei erfahren, dass... sein Name aus dem Französichen kommt und daher wohl eher französisch ausgesprochen wird;
dass er dem Internet sehr skeptisch gegenüber steht, bzw. damit einfach nichts anfangen kann und sich damit nicht auskennt;
dass er nicht Englisch spricht. Vor allem die letzte Nachricht hat mich doch sehr erstaunt, ehrlich gesagt.

Darf ich auch noch ein bisschen lästern? Klar ;-) ich machs einfach... Nur kurz zu seiner Handschrift: sie wirkt nicht geübt, nicht flüssig und leicht, was man ihm auch beim (per Hand) schreiben an sich schon anmerkt.

So, das war nun also mein Eindruck!

  Der Autor:


Jakob Arjouni wuchs in Frankfurt / Main auf, und lebt heute in Berlin und Frankreich.

weitere Titel:

Happy Birthday, Türke (1)

Ein Mann, ein Mord (2)

Mehr Bier (3)

Kismet (4)

Magic Hoffmann

Ein Freund.

Idioten. Fünf Märchen

© Daniela Ecker