Peter Pohl

Der Regenbogen hat nur acht Farben

Verlag: Hanser, ISBN: 3-423-62029-3, 346 Seiten; 15, 50 DM TB, 14 Jahre- 
 

Der fünfjährige Heinrich verlässt 1945 mit seiner Mutter Deutschland, und zusammen gehen sie nach Schweden, zu seinem Opa; Mutters Vater. Heinrichs  Vater ist im Krieg gefallen. Seine Mutter ist Künstlerin und versucht auch damit ihr Geld zu verdienen, was zeitaufwendig ist und ihr kaum Zeit für ihren Sohn lässt, der in dem neuen Land überhaupt nicht zurecht kommt. Er hat Probleme mit der Sprache, vermisst seine Freunde und findet so schnell auch keine Neuen. Der einzige, der ihm über diese Zeit hinweghilft, ist sein Großvater. Er erzählt ihm Geschichten die sie dann gemeinsam aufschreiben und bringt Heinrich so nach und nach Schwedisch bei. Aber auch so werden die Beiden dickste Freunde und Henrik ( So nennen ihn die anderen Kinder) Ist zum ersten Mal sehr glücklich in dem neuen Land. Doch dann stirbt sein Opa an einer Krankheit und Henrik steht wieder alleine da. 

Doch noch durch den Großvater ermutigt findet er nicht lange Zeit später einen neuen, guten Freund in Jan- Olof. Die beiden sind unzertrennlich. Doch Jan- Olof wird trauriger Weise von einem Auto überfahren und ist auf der Stelle tot. Henrik weiß nicht wohin mit seinem Schmerz und beschließt, keinen Menschen mehr gern zu haben, denn alle Menschen, die er mag, sterben, wie er meint. 

Also wendet er sich auch von seiner Mutter ab, entzieht ihr alle Zärtlichkeiten, denn er will sie unter keinen Umständen verlieren. Doch dann lernt er eines Tages ein Mädchen kennen, das ihm zeigt, dass es nicht seine Schuld mit dem Tod seines Opas und Jan- Olofs gewesen sei. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft...

Ich hab dieses Buch gelesen, und beim zuklappen stand fest: Das gibt's nur einmal! Und es ist sofort mein Lieblingsbuch geworden. Es ist traurig, sehr sogar. Aber man lebt mit Henrik und saugt das ganze Buch förmlich auf. 

Durch Zufall habe ich den zweiten Teil entdeckt, Während der Regenbogen verblasst. Dieses Buch ging gleich sehr traurig los, was ich hier aber nicht weiter berichten will, welches man aber auch lesen sollte, wenn einem der erste Teil so sehr gefallen hat. Und nun hoffe ich, dass Hanser doch noch den dritten Teil verlegt...

© Friederike Sandow 2001 in der LESELUST