Originaltitel: Bleibt doch über Weihnachten
Roman. Pendo 2001
154 Seiten, ISBN: 3858424153
Weihnachten - den einen liebstes Fest des Jahres, für andere wieder ein jährlicher Albtraum. In ihren Geschichten lässt Gabriele Wohmann Personen unterschiedlichen Alters mit dem Zauber dieses Festes in Berührung kommen; und egal, wie groß die Abneigung auch war, oder wie überspannt die Erwartungen - irgendwie, auf kleine, bescheidene Weise, findet doch jeder sein Weihnachten.
Aber leider hat es eigentlich keine einzelne Geschichte geschafft, mir irgendwie im Gedächtnis zu bleiben. Nur die Tatsache, dass sich alles im Umkreis von Pfarrhäusern abspielt; die Familie, die ihr erstes Weihnachten ohne die kürzlich verstorbene mongoloide Schwester feiert ebenso wie die Großmutter, die sich dagegen wehrt, ins Altersheim abgeschoben zu werden. Oder Vater und Sohn, die die Mutter mit Krebs im Krankenhaus wissen, und über Weihnachten Aufnahme im Pfarrhaus finden - kann Weihnachten nicht auch anderswo stattfinden?
Ich habe bislang nichts von Gabriele Wohmann gelesen, wurde durch diese Erzählungen aber auch nicht angeregt, mehr von ihr lesen zu wollen. Zu beliebig erscheinen mir ihre Geschichten, nett, angenehm, aber sie lassen mich völlig unberührt. Schade!
Javier Marias - Die sterblich Verliebten
Wozu ist der Mensch aus Liebe fähig? Welche Taten werden im Namen der Liebe begangen? Das ist ein Thema, das den spanischen Erfolgsautoren Javier Marias (Mein Herz so weiß) in seinen Romanen immer und immer wieder behandelt. Auch in seinem neuen Roman, der steht dieses Thema im Vordergrund und wird gewohnt ausschweifend behandelt. Wer diesen Stil mag, wird auch diesmal wieder genug Gelegenheiten haben, sich an Sprache und Wendungen zu erfreuen. An "Mein Herz so weiß" kommt er damit aber nicht heran. [..MEHR..]
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