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Leon
de Winter - Der Himmel von Hollywood |
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Der
Autor: |
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Einen perfekt sitzenden Anzug, 200 Dollar, ein halbfertiges Drehbuch und seinen Stolz - das ist alles was noch vom vielversprechenden Schauspieler Tom Green übriggeblieben ist. Nun sitzt er in einem billigen Hotel, das einst feudalere Gäste beherbergt hatte, in einem Stadtteil, dem die Spuren der besseren Zeiten auch noch anzusehen sind. Einen Job zu finden gestaltet sich schwierig - eine Haftstrafe im Lebenslauf fördert die Berufsaussichten für einen Menschen, der, außer andere darzustellen, nie etwas gelernt hat, nicht unbedingt. Auch die letzte Chance, die er für sich sieht, zerbricht: ein alter Freund, der ihm Gelegenheitsjobs und Unterstützung beim Aufstellen einer Finanzierung für sein Filmprojekt zugesichert hatte, stirbt, noch ehe er Tom Green helfen kann. Beim Begräbnis für diesen Freund trifft Tom auf zwei Gesichter, die ihm noch aus besseren Zeiten wohlvertraut sind: beides Schauspielerkollegen, verdient der eine seinen Lebensunterhalt als Installateur von Privatdetektiven. Sie feiern ihr Wiedersehen kräftig. Und stolpern bierselig - ausgerechnet über eine Leiche. Eine Leiche, die sogar wiedererkannt wird. Was nun? Die Polizei rufen? Um danach erst recht selbst in Verdacht zu geraten? Nein, nicht noch einmal, nicht freiwillig, schwört sich Tom Green. Und unterbreitet seinen beiden Kollegen einen Plan... Leon de Winter - ein großartiger
Schriftsteller. Gut zu lesen, humorvoll, dabei auch
ernsthaft - schwer zuzuordnen, auf viele verschiedene
Arten zu lesen. |
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| Leseprobe: Vor langer Zeit hatte Jimmy Kage in einem billigen Corman-Horrorfilm einen wahnsinnigen Pathologen gespielt. Obgleich er mit seiner Rolle letztlich Perlen vor die Videosäue warf, hatte er sich eingehend über die Arbeit gerichtsmedizinischer Labors informiert. Von daher wusste er noch, dass die Leichenstarre auf einer chemischen Reaktion der Milchsäure beruht, einem Produkt des Muskelgewebes, das sich nach dem Tod in den Muskelzellen ansammelt und dessen Wirkung erst nach sechsunddreißig Stunden abklingt. Als sie sie Tino mit Hilfe eines Abschleppseils, das sie am Abschlepphaken unter der vorderen Stoßstange des Olds befestigten, heraufzogen, schlenkerten seine Gliedmaßen in alle Richtungen. Der Rigor mortis war gewichen. Der Leichnam, in dickes Plastik verpackt scheuerte an der rauhen Schluchtwand entlang, aber sie hatten keine andere Wahl; ihn in geziemender Weise den steilen Hang heraufzubefördern erwies sich als unmöglich. Floyd Benson war auf die Lösung mit dem Abschleppseil gekommen.
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© Daniela Ecker
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