Originaltitel: Der Tick
Roman. Diana Verlag 2001
189 Seiten, ISBN: 3453189868
Man muss manchmal auch Gelegenheiten haben, vor Büchern zu warnen. Und diese Gelegenheit möchte ich hiermit nutzen: bitte, schont unsere Umwelt, und verhindert, dass noch mehr Exemplare dieses überflüssigen Buchs namens "Der Tick" von Wolfgang Welt gedruckt werden.
Ich habs wirklich versucht - ich wollte wirklich wissen, was den Verlag bewogen hat, dieses Buch überhaupt zu drucken. Um "Einen Wanderer zwischen den Welten, zwischen Kneipe und Tchibo, zwischen Kunst und Kommerz" sollte es hier gehen. Mhm. "Mit Buddy Holly im geistigen Gepäck berichtet Wolfgang Welt über die Kapriolen seiner Zeitgenossen, über Kalamitäten mit Frauen, die man sich warm halten will, über die Liebe zur Literatur und immer wieder das Wichtigste, die Musik. So entsteht die Biographie einer Jugend, ein wehmütiger und romantischer Bilderbogen aus dem Leben eines Taugenichts der Moderne" weiß der Verlag auf dem Klappentext weiter zu berichten.
Für mich waren die 50 Seiten, durch die ich mich hindurchgequält hatte, eine einzige Aneinanderreihung von Sätzen wie "Was würde ich als nächstes Erleben?" oder "Aber nun war ich ja schon wieder zu Hause und sah fern". Dazu kommt eine Aufzählung von Namen, die mir mal mehr, mal weniger sagen (meistens weniger) - wohl eine Ansammlung genausolcher Pseudo-Berühmtheiten wie Wolfgang Welt es auch für sich in Anspruch zu nehmen scheint.
Ob er dabei auch etwas erzählt? Also bis Seite 50 jedenfalls nicht - und weiter konnte ich mich beim besten Willen nicht quälen. Mein Rat: spart das Papier, das Geld, die Zeit.... und ich spare mir jedes weitere Wort zu diesem Machwerk.
Wolfgang Welt, geboren 1952 in Bochum, ehemals Student, Bierfahrer, Schallplattenverkäufer und Musikjournalist, arbeitet als Nachtportier im Schauspielhaus Bochum.
Javier Marias - Die sterblich Verliebten
Wozu ist der Mensch aus Liebe fähig? Welche Taten werden im Namen der Liebe begangen? Das ist ein Thema, das den spanischen Erfolgsautoren Javier Marias (Mein Herz so weiß) in seinen Romanen immer und immer wieder behandelt. Auch in seinem neuen Roman, der steht dieses Thema im Vordergrund und wird gewohnt ausschweifend behandelt. Wer diesen Stil mag, wird auch diesmal wieder genug Gelegenheiten haben, sich an Sprache und Wendungen zu erfreuen. An "Mein Herz so weiß" kommt er damit aber nicht heran. [..MEHR..]
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