Boris Vian - Aufruhr in den Ardennen

Originaltitel: Trouble dans les Andains
Roman. Wagenbach Verlag 1943
117 Seiten, ISBN: 3803122430

Da in diesem Fall der Klappentext eine bessere Wiedergabe des Textes darstellt, als ich jemals produzieren könnte, hier nur abgeschrieben:

Graf Beaumashin hatte sich gerade so gut eingerichtet mit seinen gelben Schuhen, seinem elektrischen Roadster und den Cocktail-Parties seiner Freundinnen, da wird sein Eumel gestohlen. Bei der sofort eingeleiteten Suche helfen Alvasaide, Tambrétambré und der Major. Kein Einsatz ist ihnen zu hoch, kein Weg zu weit. Fast hätten sie sogar etwas über die Natur des Eumels aus einem heimlich zugespielten Roman erfahren, da tauchen plötzlich mehrere Eumel auf. Bis auf eines sind sie allerdings gefälscht, und welches das echte ist, lässt sich nach dem Tod der meisten Beteiligten kaum noch feststellen.


Was soll man dazu sagen? Die Geschichte ist auf alle Fälle ausgesprochen schwer nachzuerzählen - doch auf den Inhalt, eine fortlaufende Geschichte kommt es bei Vian auch gar nicht so sehr an. Er besticht vor allem durch seine unglaublichen Einfälle und durch den Spott, der überall durchklingt.

Dazu kommt noch diese ungeheure Sprachgewalt; Vian verballhornt Worte, er spielt damit, entwickelt seine ganz eigenen Begriffe.

Vian zu lesen heißt, Abschied zu nehmen vom konventionellen Aufbau anderer Romane. Man darf keinen roten Faden suchen - aber wenn man sich drauf einlässt, wird man mit einem feinen boshaften Buch belohnt!

Boris Vian

Boris Vian, geboren 1920 in Velle d´Avray. Begründet eine Amateurjazzband mit Claude Abadie. 1946 / 47 erscheinen seine ersten Romane, gefördert von Raymond Queneau und Jean-Paul Sartre. Bis 1947 Ingenieur; daneben und in den folgenden Jahren Schriftsteller, Jazztrompeter, Chansonnier, Schauspieler, Übersetzer und Leiter der Jazzplattenabteilung bei Philips. Starb 1959 in Paris.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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