Martin Suter - Small World

Originaltitel: Small World
Roman. Diogenes 1997
324 Seiten, ISBN: 3257061463

Dass Konrad die Villa auf Korfu hat abbrennen lassen, müsste eigentlich ausreichen, um ihn ein für alle Mal loszuwerden. Doch sein alter Freund Thomas, mit dem er aufgewachsen ist, drängt seine Mutter, auch weiterhin für ihn zu sorgen.

Nun ist Konrad wieder in der Schweiz, erhält ein Taschengeld. Eigenartig ist nur, dass er sich plötzlich so viele Kleinigkeiten nicht mehr merken kann, dass plötzlich seine Schmutzwäsche im Kühlschrank landet und ähnliches.

Dafür kann er sich plötzlich wieder an viele Dinge erinnern, die passiert sind, als er noch ein kleines Kind war. Diese Tatsache macht Thomas´ Mutter nervös, sehr nervös sogar.

Als sein Zustand immer schlimmer wird, darf er zu ihnen in die Villa ziehen. Die Schwiegertochter von Thomas, frisch verheiratet und schon unglücklich, ist die einzige, die sich wirklich um ihn kümmert. Und die Geschichten, die Konrad ihr erzählt, machen auch sie stutzig…..

Wie schlimm sich Alzheimer auf einen Menschen auswirken kann, zeigt dieses Buch auf eine sehr unsentimentale Weise.

Außerdem ist das alles auch noch in eine spannende Geschichte verwickelt, in der Neid, Gier, Macht eine große Rolle spielen.

Sehr empfehlenswert!

Die Verfilmung mit Gérard Depardieu und Alexandra Maria Lara (Regie: Bruno Chiche) kommt im Dezember 2010 in die Kinos.

Martin Suter

Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Er lebt mit seiner Frau in Spanien und Guatemala. Er war Werbetexter und erfolgreicher Werber, ein Beruf, den er immer wieder durch andere Schreibtätigkeiten ergänzt oder unterbrochen hat. Unter anderem für GEO-Reportagen, zahlreiche Drehbücher für Film und Fernsehen. Seit 1991 lebt er als freier Autor, seit 1992 schreibt er die wöchentliche Kolumne "Business Class" in der Weltwoche.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©03.12.1997 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing