Originaltitel: Message in a Bottle
Roman. Heyne Verlag 1998
375 Seiten, ISBN: 3453150538

Der Brief, den Theresa Osborne beim morgendlichen Joggen in einer Flaschenpost findet, rührt sie zu Tränen. Hier schreibt ein Mann von seiner Liebe zu einer Frau - so wie auch sie, Theresa, gerne geliebt werden möchte.
Seit drei Jahren ist sie nun geschieden, und immer noch nicht über diesen Vertrauensbruch hinweg. Zudem ist da ja auch noch ihr 12-jähriger Sohn; jemanden zu finden, der nicht nur sie, sondern auch ihr Kind liebt, ist sehr schwierig.
Theresa veröffentlicht den Brief in ihrer Zeitungskolumne - und erhält zu ihrer großen Überraschung noch einen zweiten, den eine ihrer Leserinnen vor Jahren gefunden hat. Als auch noch ein dritter Brief auftaucht, beschließt sie, diesen Mann zu suchen.
Und sie findet ihn auch - Garret. Es geschieht, was sie nicht mal in ihren kühnsten Träumen gehofft hatte. Sie lernt ihn näher kennen - und lieben. Eine leidenschaftliche, tiefe Beziehung beginnt, die jedoch von der großen Entfernung - und von Garrets anhaltender Liebe zu seiner verstorbenen Frau getrübt wird…
Die Liebesbriefe, die zu Beginn des Buches Theresa und ihre Freundinnen so sehr anrühren, daß sie alles stehen und liegen läßt, um diesen Mann zu suchen, empfand ich als ziemlich kitschig - so die Sorte Briefe, die nur dann anrührend sind, wenn sie an einen selbst gerichtet sind.
Daher konnte ich auch Theresas Motivation, diesen Mann zu suchen, nicht nachvollziehen.
Natürlich verliebte er sich Hals über Kopf in sie, weil sie so hübsch war, und ihn zudem in vielen Punkten an seine Frau erinnerte.
Ab dem Zeitpunkt jedoch, als geschildert wird, mit welchen Problemen beide durch die Entfernung zu kämpfen haben, und auch, wie sie mit dem Schatten der verstorbenen Frau fertig zu werden versuchen, hat das Buch auch mich angerührt.
Ein schöner Liebesroman, der bestimmt zu Tränen rühren kann - und der schon so geschrieben wurde, daß er einfach verfilmt werden mußte. Den Film werde ich mir vielleicht auch ansehen - genau die Sorte, die Frau hin und wieder braucht, um richtig schön heulen zu können.
Nicholas Sparks lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in North Carolina.
Javier Marias - Die sterblich Verliebten
Wozu ist der Mensch aus Liebe fähig? Welche Taten werden im Namen der Liebe begangen? Das ist ein Thema, das den spanischen Erfolgsautoren Javier Marias (Mein Herz so weiß) in seinen Romanen immer und immer wieder behandelt. Auch in seinem neuen Roman, der steht dieses Thema im Vordergrund und wird gewohnt ausschweifend behandelt. Wer diesen Stil mag, wird auch diesmal wieder genug Gelegenheiten haben, sich an Sprache und Wendungen zu erfreuen. An "Mein Herz so weiß" kommt er damit aber nicht heran. [..MEHR..]
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