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20.07.01

        Arthur Schnitzler - Traumnovelle  

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Roman.
Fischer Verlag
88 Seiten
Taschenbuch

ISBN:
3-596-29410-X

Ersch. 1926


 
Fridolin und Albertine führen seit Jahren eine glückliche, doch auch immer langweiliger werdende Ehe.

Auf einem Maskenball flirten sie beide mit Menschen, die sich nicht zu erkennen geben - und finden trotzdem wieder zueinander, erleben ihre Liebe zum ersten Mal seit langer Zeit wieder als prickelnd und spannend.

Ein Anlass, um über die Fantasieen zu sprechen, die sie beide schon früher hatten - ein kurzer Augenblick am Strand, ein Nichts, oberflächlich betrachtet - und doch bereits der Verrat in Gedanken.

Diese Offenheit bewirkt eine leichte Entfremdung; und als Fridolin abends zu einem Patienten gerufen wird, zieht ihn danach nichts nach Hause. Statt dessen folgt er einem alten Freund zum Treffen einer Geheimgesellschaft, die ihn sehr irritiert - was hier geboten wird, ist mehr als eine Orgie, und es ist sehr schnell klar, dass Eindringlinge nicht erwünscht sind....

 

Der Autor:
Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1962 in Wien geboren. nach dem Abitur studierte er Medizin, eröffnete nach dem Tod seines Vaters eine Privatpraxis. Er starb 1931 in Wien.

    Meine Meinung:   Wo beginnt die Untreue? Sind unsere Gedanken eigentlich wirklich frei?

Das ist eine der vielen Fragen, mit denen ich mich bei der Lektüre dieser Novelle beschäftigt habe.

Sehr deutlich ist spürbar, in welcher Zeit Arthur Schnitzler gelebt hat; die Psychoanalyse unter Dr. Freud hatte gerade ihren Höhepunkt erreicht, und was Freud vom Unterbewussten erzählt, hat Schnitzler hier in literarische Form gebracht, was ihm wunderbar gelungen ist.


  Deine Meinung
    Leseprobe:
(S. 15)
  Auf der Straße musste er den Pelz öffnen. Es war plötzlich Tauwetter eingetreten, der Schnee auf dem Fußsteig beinahe weggeschmolzen, und in der Luft wehte ein Hauch des kommenden Frühlings. Von Fridolins Wohnung in der Josefstadt nahe dem Allgemeinen Krankenhaus, war es kaum eine Viertelstunde in die Schreyvogelgasse; und so stieg Fridolin bald die schlecht beleuchtete gewundene Treppe des alten Hauses in das zweite Stockwerk hinauf und zog an der Glocke; doch ehe der altväterische Klingelton sich vernehmen ließ, merkte er, dass die Türe nur angelehnt war; er trat durch den unbeleuchteten Vorraum in das Wohnzimmer und sah sofort, dass er zu spät gekommen war.
   

Schreib mal wieder!