Originaltitel: A Sorsolvaso
Roman. Aufbau Verlag 1999
526 Seiten, ISBN: 3351028687
Wien ist ganz anders, als János Sorel es sich vorgestellt hatte. Teuer vor allen Dingen. Doch der erste Job, den er bekommt - Autos in einem Lift in der Innenstadt nach oben und unten zu befördern - verschafft ihm die Bekanntschaft einer wohlhabenden, aristokratischen Dame. Und indirekt auch den Kontakt zu Lázar, einem Schriftsteller. Sein Buch hatte er in der Pension vorgefunden, in die er nun gezogen war.
Zwischen den beiden Männern entwickelt sich eine merkwürdige Freundschaft - Lázar, der keinerlei aktive Rolle annimmt - und János, der immer wieder versucht, Lázar unter die Arme zu greifen.
Er verschafft ihm Arbeit, ein neues Zimmer - und er reist ihm nach England nach, als dieser dort ein Treffen mit einem Literaturagenten hat, der ihn nach Amerika einlädt. Lázars Freundin Morgenröte ist jedoch dagegen, sie hat János dazu überredet, ihr Lázar zurückzubringen.
Den Amerikaaufenthalt zu vereiteln, schafft er auch - aber Lázar wählt trotzdem nicht die Rückkehr..
Ein hochgradig verwirrendes, unübersichtliches und langweiliges Buch.
Aber es besticht auch immer wieder durch Passagen, die wirklich überraschen: Flüssig und leicht geschrieben, von hoher sprachlicher Qualität. Nur leider nehmen diese Passagen immer ein sehr rasches Ende, und man muß lange warten, bis sie wieder auftauchen.
Ehrlich gesagt: ich hab einfach auch nicht verstanden, worum es denn nun in diesem Buch geht. Vielleicht hätte es mir sonst besser gefallen.
Paul Salamon wurde 1930 geboren, studierte in Budapest Ökonomie und Politologie, arbeitete im Ministerium für Landwirtschaft, danach als Journalist für verschiedene Zeitungen. Er veröffentlichte etliche Erzählungsbände und Kurzromane und verfaßte Theaterstücke sowie Drehbücher. Seit 1977 lebt Paul Salamon abwechselnd in Tel Aviv und den USA.
Javier Marias - Die sterblich Verliebten
Wozu ist der Mensch aus Liebe fähig? Welche Taten werden im Namen der Liebe begangen? Das ist ein Thema, das den spanischen Erfolgsautoren Javier Marias (Mein Herz so weiß) in seinen Romanen immer und immer wieder behandelt. Auch in seinem neuen Roman, der steht dieses Thema im Vordergrund und wird gewohnt ausschweifend behandelt. Wer diesen Stil mag, wird auch diesmal wieder genug Gelegenheiten haben, sich an Sprache und Wendungen zu erfreuen. An "Mein Herz so weiß" kommt er damit aber nicht heran. [..MEHR..]
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