Originaltitel: E se c´ero, dormivo
Roman. Alexander Fest 2000
178 Seiten, ISBN: 3828600980

Das Ende einer Kindheit, die schlimmen Jahre als Halbwüchsiger - wenn man mit einem Mädchen herumknutscht, obwohl man in eine andere verliebt ist, wenn das Moped noch eine unglaublich große Rolle spielt - all das wird hier in diesem Buch beschrieben.
Der Erzähler liebt Claudia, seit langem - doch nur heimlich. Es darf niemand wissen, beschwört sie ihn immer wieder. Und bald, bald - doch bald ist nie. Ein Blick von ihr nur, einer dieser kurzen, verächtlichen Blicke - und alle seine Vorsätze sind wieder vergessen.
Für Claudia gibt er dann auch sein Moped aus der Hand, mit dem noch niemand fahren durfte, weil es noch nicht wirklich eingefahren ist; denn Claudia wird den unangefochtenen Helden der Schule damit abholen.
Doch nach vielen Jahren des Wartens, nach den Studentenprotesten, wenn Basketball nicht mehr so wichtig ist wie einst, und die Schule eigentlich auch schon vorbei - irgendwann also hat Claudias Blick seine Wirkung verloren…
Eine italienische Kleinstadt - dieses Flair sieht man schon nach wenigen Seiten vor sich.
Und auch die Altersklasse, die geschildert wird; wie wichtig es ist, von möglichst vielen Menschen gegrüßt zu werden, dazuzugehören, sich in Bars zu treffen - wie das ist, wenn man verliebt ist, und nicht wirklich weiß, ob man mit ihr jetzt wirklich zusammen ist; aber wenn sie endgültig Schluß machen kann, dann heißt das doch, daß man zuvor zusammen war, nicht wahr? - man liest schmunzelnd und mit einem leisen "ich erinnere mich".
Ein Buch, bei dem einem warm ums Herz wird - und dessen Titel alleine schon dazu verführt, es zu lesen.
Francesco Piccolo, 1964 in Caserta geboren, lebt in Rom.
Javier Marias - Die sterblich Verliebten
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