Cees Nooteboom - Philip und die anderen

Originaltitel: Philip en de anderen
Roman. Suhrkamp Verlag 2003
178 Seiten, ISBN: 3518414356

"Lass uns ein Fest feiern" sagte Onkel Antonin Alexander beim ersten Besuch zu ihm - und sie fuhren nachts mit dem Bus ans Meer, lauschten den Wellen, fuhren zurück, und Onkel Antonin Alexander spielte den Rest der Nacht auf dem Cembalo.

Beim nächsten Besuch, Jahre später, wiederholten sie das Fest, und diesmal blieb Philip für länger. Lang genug, um die Geschichte der Bücher zu erfahren, die er in seinem Zimmer gefunden hatte, aber nicht lang genug für die des Grammophons. Denn eines Tages packte ihn die Reiselust, und er brach auf.

Brach auf, traf ein Mädchen, das zum Abschied nicht geküsst werden wollte, traf einen seltsamen dicken alten Mann, der ihn in ein winziges Dorf brachte und ihm von dem Mädchen mit dem chinesischen Gesicht erzählte. Philip sah es vor sich - und machte sich auf den Weg, sie zu finden...

Manchmal braucht man einfach Märchen. Braucht Poesie und die Hoffnung, dass es noch Menschen gibt, die sich für ihren Traum auf den Weg machen.

"Philip und die anderen", der Jugendroman von Cees Nooteboom, der erneut ins Deutsche übersetzt wurde, ist mit seinen späteren Büchern nicht zu vergleichen (zumindest nicht mit denen, die ich gelesen habe). Es ist ein Buch mit vielen netten kleinen Szenen, und wer zum Beispiel die Bücher Alessandro Bariccos mochte, wird auch hiermit seine Freude haben.

Plausibiliät sollte man in der Geschichte allerdings nicht suchen, und auch nicht erwarten, dass lose Fäden verknüpft werden. Aber das ist auch nicht so wichtig hier - aber es ist kein Buch, das ich jedermann und uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

Cees Nooteboom

Cees Nooteboom, geboren 1933 in Den Haag, lebt in Amsterdam und auf Menorca.

Auszug aus dem Titelverzeichnis:





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