Susanne Mischke - Das dunkle Haus am Meer

Originaltitel: Das dunkle Haus am Meer
Krimi. Piper Verlag 2003
269 Seiten, ISBN: 3492042422

"Aus Mangel an Beweisen". So lautete der Richterspruch, der Paul wieder in die Freiheit entließ. Keine Verurteilung, dass er seine junge Studentin ermordet haben sollte. Keine Beweise dafür, dass es tatsächlich eine Beziehung zwischen den Beiden gegeben haben sollte. Und jetzt nur weg hier - mit Helen, seiner Frau zieht er sich in das kleine Haus zurück, das er von seiner Tante geerbt hat.

Während der Sommermonate sind die Bewohner des Dorfes gleichbleibend freundlich. Doch als klar wird, dass sie nicht vorhaben, im Winter von hier wegzugehen, schlägt die Stimmung um; misstrauisch werden sie beäugt, wird hinter ihrem Rücken über sie getuschelt.

Und dann holt die Vergangenheit sie doch ein - und holt dabei viel weiter aus, als Helen zunächst vermutet. Denn die eigentliche Geschichte liegt in jenem Sommer begraben, als Paul schon einmal hier war - mit Freunden. Und einer weniger wieder mit nach Hause fuhr...

Immer noch ein Handlungsstrang wurde in dieser ohnehin schon von Beginn weg nicht besonders fesselnden Krimihandlung eingeführt. Vor lauter Einführungskapiteln hat die Autorin dann meiner Meinung nach mehr oder weniger auf eine plausible Geschichte vergessen. Sie hat auch sichtlich selbst Mühe, all diese Fäden im Blick zu behalten und entsprechend aufzudröseln; mich hat sie damit unglaublich gelangweilt.

Susanne Mischke

Susanne Mischke, 1960 in Kempten geboren, ist Präsidentin der deutschen "Sisters in Crime", der legendären Organisation für Krimiautorinnen. Mehr zur Autorin unter http://www.susannemischke.de

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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