Originaltitel: Una comedia ligera
Roman. Suhrkamp Verlag 1998
540 Seiten, ISBN: 3518396323
Prullàs ist Autor von erfolgreichen, seichten Komödien, verheiratet mit einer wohlhabenden Frau - er führt ein Leben, wie es ihm gefällt.
Frauen zu erobern fällt ihm nicht schwer; so wird er auch noch von einer Freundin seiner Frau nahezu verzweifelt geliebt, obwohl er selbst doch nur eine kleine Abwechslung gesucht hatte.
Die kleinen Abwechslungen scheinen ihm überhaupt nun zum Verhängnis zu werden: in seinem aktuellen Stück, das nicht einmal mehr die Zustimmung der Schauspieler findet, spielt nun auch ein junges Ding mit, dass sich diese Starthilfe wohl durch besondere Liebesdienste erarbeitet hatte - und warum sollte er, dem diese Dienste nun auch angetragen werden, wohl abschlagen?
Kurz nachdem er den offiziellen Gönner des Mädchens kennengelernt hatte, wird dieser jedoch ermordet aufgefunden. Und der Verdacht fällt auf ihn, Prullàs….
Um es gleich vorwegzunehmen: ich habe mich selten bei einem Buch so sehr gelangweilt wie bei diesem.
Umständlich, possenhaft - wie auch die angeblichen Stücke des Protagonisten - dümpelt die Handlung vor sich hin, kommt und kommt einfach nicht in Schwung.
Ständig wartet man darauf, dass es doch wohl jetzt endlich mal losgehen müsse - dass doch wohl bitte, zumindest der Mord endlich mal geschehen solle.
Doch auch auf diesen müssen wir bis zur Mitte des noch dazu relativ umfangreichen Buches warten.
Zu empfehlen ist das Buch wirklich nur für Leute mit ganz massiven Einschlafproblemen, die müßten dadurch behoben sein.
Eduardo Mendoza ist einer der international erfolgreichsten Schriftsteller Spaniens. Er wurde 1943 in Barcelona geboren, wo er heute, nach langen Arbeitsaufenthalten in New York, wieder lebt.
Javier Marias - Die sterblich Verliebten
Wozu ist der Mensch aus Liebe fähig? Welche Taten werden im Namen der Liebe begangen? Das ist ein Thema, das den spanischen Erfolgsautoren Javier Marias (Mein Herz so weiß) in seinen Romanen immer und immer wieder behandelt. Auch in seinem neuen Roman, der steht dieses Thema im Vordergrund und wird gewohnt ausschweifend behandelt. Wer diesen Stil mag, wird auch diesmal wieder genug Gelegenheiten haben, sich an Sprache und Wendungen zu erfreuen. An "Mein Herz so weiß" kommt er damit aber nicht heran. [..MEHR..]
©01.01.1999 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2010 LESELUST Daniela & Markus Brezing