Originaltitel: Steget efter
Krimi. Zsolnay Verlag 1997
602 Seiten, ISBN: 3552049622

Nicht nur Kurt Wallander ist erschüttert, als er feststellt, dass ein Kollege ermordet wurde.
Wallander bemerkt, dass er über seinen Kollegen privat gar nichts weiß - und ist fast peinlich berührt, als er feststellt, dass dieser ihn als einen seiner besten Freunde betrachtet hatte. Die Suche nach einem Mörder, nach einer Ursache gestaltet sich sehr schwierig; man weiß kaum etwas von Hobbies, oder mit wem er seine Freizeit verbracht hatte.
Der letzte Fall, mit dem er sich beschäftigt hatte, handelte vom Verschwinden dreier Jugendlicher. Seit Mittsommer hatte keiner sie mehr gesehen - aber Postkarten aus ganz Europa waren aufgetaucht. Nur eine der Mütter glaubte nicht an die spontane Reise, die die drei angeblich unternahmen; sie vermutet ein Verbrechen.
Dass sie recht hat, schaurig recht hat, wird kurz nach dem Mord am Polizeibeamten klar. Drei Jugendliche, allen Anschein nach schön seit längerem tot, werden in einem Naturreservat gefunden....
Spannend sind sie alle, die Krimis von Henning Mankell. Und auch dieser hier liest sich flott und ansprechend, hat einen wunderbar durchkonstruierten Plot.
Was mich ein wenig störte, waren allerdings die permanenten Wiederholungen. Wenn mir die Geschichte aus den vorangegangenen Kapiteln als Gedankengänge Wallanders wieder und wieder vorgekaut werden, langweilt es mit der Zeit. Der Effekt ist ähnlich, als einen Kinofilm, den man gerade gemeinsam gesehen hat, von seiner Begleitung danach erzählt zu bekommen. Man ist versucht zu sagen: he, ich war selbst dabei...
Nun, davon abgesehen ist Wallander eben einfach ein sehr interessanter, menschlicher Ermittler.
Ein spannender, anspruchsvoller Krimi - wie wir es von Henning Mankell gewohnt sind!
Henning Mankell, 1948 in Häjedalen geboren, ist einer der angesehensten Schriftsteller Schwedens. Er lebt als Regisseur und Autor in Maputo / Mosambik.
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