Henning Mankell - Der Mann, der lächelte. Ein Wallander-Krimi

Originaltitel: Mannen som log
Krimi. Zsolnay Verlag 1994
382 Seiten, ISBN: 3552049916

Kurt Wallander ist bereits seit einem Jahr nicht mehr als Kriminalbeamter tätig. Seit er im Dienst einen Mann erschossen hatte, war in seiner Welt kein Stein mehr auf dem anderen geblieben. Abgrundtiefe Verzweiflung, Alkohol und lange Strandspaziergänge sind alles, was noch übrigblieb.

Ein alter Freund stöbert ihn in seiner Abgeschiedenheit auf. Sein Vater hatte kürzlich einen Autounfall. Und er, der Sohn, glaubt nicht daran, dass es nur ein Unfall war. Da würde mehr dahinterstecken, aber er wüsste nicht, was. Und für die Polizei wäre der Fall schon zu den Akten gelegt worden. Er brauche seine, Kurt Wallanders Hilfe.

Doch Wallander lehnt ab. Er will aus dem Polizeidienst ausscheiden. Aber dann wird sein Freund erschossen aufgefunden. Und Wallander weiß: er ist es ihm schuldig, jetzt die Suche nach dem Mörder aufzunehmen.

Ein schwieriger Fall, bei dem lange keine nennenswerten Spuren freigelegt werden können. Nur eine gibt es, doch die zeigt auf einen hochangesehenen, unbescholtenen Wohltäter....

In der Reihenfolge ist dieser Krimi vor der Fünften Frau, Mittsommermord und der Falschen Fährte anzusiedeln - der 4. Fall, wie immer unverständlich, warum die Reihenfolge vom Verlag bei den Übersetzungen nicht übernommen wurde.

Und es sind auch nur noch 2 Fälle zu erwarten, die Kurt Wallander lösen wird; denn es ist bereits bekannt, dass danach seine Tochter seine Stelle einnehmen wird.

Auch dieser Krimi erfüllt die Erwartungen des Lesers an einen typischen Mankell-Krimi: spannend, gut erzählt, mit einem stimmigen Plot. Aber das ist auch die Stelle, wo er bleibt: Gewohnt gute Qualität, aber nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißend.

Henning Mankell

Henning Mankell, 1948 in Häjedalen geboren, ist einer der angesehensten Schriftsteller Schwedens. Er lebt als Regisseur und Autor in Maputo / Mosambik.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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