Ildiko von Kürthy - Mondscheintarif

Originaltitel: Mondscheintarif
Roman. Rowohlt Verlag 1999
142 Seiten, ISBN: 3499226375

Wie kann man nur Cora Hübsch heißen, über dreißig sein, attraktiv - und dennoch solo? Und dann läuft ihr so ein Prachtstück von einem Mann über den Weg - und sie ihn über den Haufen. Peinlich genug - aber noch peinlicher, ihn tags darauf als Vertretung in einer Arztpraxis wiederzusehen.

Doch diesmal ist sie stolz auf sich: sie hat es geschafft, ihm ganz cool ihre Telefonnummer zu geben, damit er auch ihre guten Seiten kennenlernen kann.

Und wie groß ist der Jubel, als er tatsächlich anruft! Die Frage nach dem richtigen Outfit für das Treffen nimmt Tage in Anspruch, und nach dem Rendezvous lautet die bange Frage: wird er anrufen? Und ab wann kann sie ihn selbst anrufen, ohne sich den Anschein zu geben, sie wäre interessierter an ihm als er an ihr?

Ihre Freunde beraten sie dabei - doch mit einer Variante hatte niemand gerechnet…

Wenn Frauen tatsächlich so sind, wie in diesem Buch geschildert, dann sind sie tatsächlich selbst schuld daran, als dumme, oberflächliche Personen angesehen zu werden.

Das alte Spielchen - wer ruft wen an, und wie früh, und warum? - ich habe es schon in deutlich witzigeren Varianten gelesen.

Für einen heißen Sommertag, an dem man keinerlei geistige Aktivitäten unternehmen kann, ganz gut geeignet - ansonsten ziemlich langweilig.

Ildiko von Kürthy

Ildikó von Kürthy, 31, lebt in Hamburg und ist Redakteurin beim Stern

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©23.05.1999 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing