Gert Hofmann - Die kleine Stechardin

Originaltitel: Die kleine Stechardin
Roman. dtv Der TaschenbuchVerlag 1994
213 Seiten, ISBN: 3423084804

In Göttingen lebt der Gelehrte Georg Christoph Lichtenberg - und mit ihm sein Buckel, als obs mit seiner Kleinwüchsigkeit nicht abgetan gewesen wäre.

In Gelehrtenkreisen ist er ja gerne gesehen, und er treibt sich auch sonst auf allen Festlichkeiten herum - denn auch sein Wunsch wäre eine schöne, liebe Frau daheim zu haben.

Eines Tages trifft er dann auf das erst dreizehn Jahre alte Blumenmädchen Maria Dorothea Stechard, besucht sie erst, holt sie dann zu sich nach Hause.

Und hier hat er sie nun ständig um sich, und wagt trotzdem nicht, sie auch nur zu berühren, denn wie könnte dieses schöne Kind ihn lieben lernen!

Langsam, ganz langsam kreisen sie sich immer enger ein - und finden wirklich zueinander.


Die Geschichte einer Liebe, wo keine mehr erwartet oder erhofft wurde; Lichtenberg glaubt, aufgrund seiner Häßlichkeit nicht anziehend zu sein, und umgekehrt die Stechardin, die Angst hat, nicht klug genug zu sein. Es ist bezaubernd zu lesen, wie diese beiden auch altersmäßig so grundverschiedenen Menschen sich einander annähern.

An die Sprache mußte ich mich erst gewöhnen; doch nach den ersten paar Seiten war ich so sehr in dieser Gedankenwelt Lichtenbergs verhaftet, daß eine andere Erzählweise gar nicht mehr denkbar war.

Ein schönes, liebevolles und leises Buch!

Gert Hofmann

Gert Hofmann wurde am 29. Januar 1931 in Limbach / Sachsen geboren und starb am 1. Juli 93 in Erding bei München. Er war freier Schriftsteller und erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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