Originaltitel: Auroras Anlaß
Roman. Diogenes 1987
144 Seiten, ISBN: 3257017340

Eines Morgens verlässt Aurora Rodríguez das Haus, nachdem sie gerade ihre Tochter Hildegart erschossen hat, und begibt sich zu einem Anwalt, um die Tat zu gestehen.
Fassungslos reagiert die Umwelt auf diese Tat; unverständlich ist sie vor allem auch, weil die innige Beziehung zwischen Mutter und Tochter bekannt war.
Im Gerichtsverfahren wird erst Auroras Kindheit, ihre Entwicklung aufgerollt; sie wächst in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Als sie entdeckt, dass es außerhalb ihrer heilen Welt Armut, Not etc gibt, als sie merkt, wie es um die Stellung der Frau bestellt ist, beschließt sie, den Kampf aufzunehmen.
Ihre Tochter erzieht sie von Anfang an alleine. Schon sehr früh entwickelt Hildegart ein ausgeprägtes soziales und politisches Bewusstsein, nimmt an Stelle ihrer Mutter den Kampf auf. Bis eines Tages die Liebe in ihr Leben tritt...
Ein bemerkenswertes Buch!
Mit wenigen, knappen Sätzen, die stark an einen Zeitungsbericht erinnern, gibt Erich Hackl Einblick in das Leben und die Wünsche Auroras, der Welt, in der sie lebt.
Kurz, knapp - aber ausgesprochen eindringlich!
Erich Hackl wurde 1954 in Steyr (Oberösterreich) geboren, studierte Germanistik und Hispanistik in Salzburg und Málaga. Ab 1977 Lektor und Lehrer in Madrid und Wien, seit 1983 freier Schriftsteller und Übersetzer sowie Herausgeber von Werken unbekannter oder an den Rand gedrängter Autoren.
Zeruya Shalev - Für den Rest des Lebens
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