Originaltitel: Mein Name sei Gantenbein
Roman. Suhrkamp Verlag 1964
228 Seiten, ISBN: 3518394584
Wer ist man eigentlich wirklich? Wieviel von dem, was man täglich macht und tut, geht auf das eigene Konto - und führen wir nicht alle Doppelexistenzen, haben wir nicht alle hinter unserer offensichtlichen Fassade noch andere Gestalten sitzen?
Vor diesem Problem steht auch der Erzähler; und so berichtet er das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Da ist einmal Gantenbein - der einen Blinden spielt, um so manches nicht sehen zu müssen. Zum Beispiel die Untreue seiner Frau.....
Den Inhalt dieses Buches kann man kaum nacherzählen, da er keine durchgehende Handlung aufweist. Er lebt eigentlich fast ausschließlich von diesem Wechsel der Erzählperspektive, vom Wechseln der Identität.
Ich fand das Buch ziemlich anstrengend und auch streckenweise sehr sehr langweilig zu lesen; dabei ist die Idee, die ich hinter dem Ganzen sehe, eine ausgesprochen interessante: was passiert, wenn wir aus unserem Leben raus in ein anderes wechseln?
Max Frisch, am 15. Mai 1911 in Zürich geboren, starb dort am 4. April 1991.
Javier Marias - Die sterblich Verliebten
Wozu ist der Mensch aus Liebe fähig? Welche Taten werden im Namen der Liebe begangen? Das ist ein Thema, das den spanischen Erfolgsautoren Javier Marias (Mein Herz so weiß) in seinen Romanen immer und immer wieder behandelt. Auch in seinem neuen Roman, der steht dieses Thema im Vordergrund und wird gewohnt ausschweifend behandelt. Wer diesen Stil mag, wird auch diesmal wieder genug Gelegenheiten haben, sich an Sprache und Wendungen zu erfreuen. An "Mein Herz so weiß" kommt er damit aber nicht heran. [..MEHR..]
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