Originaltitel: Die Physiker
Roman. Diogenes 1961
91 Seiten, ISBN: 3257230478


Eine Krankenschwester wurde erwürgt. Im "Sanatorium", einer Anstalt für Geisteskranke. Der Täter? Ein armer Irrer, der sich für Einstein hält.
Doch dieser Mord, Entschuldigung, dieser Vorfall wie man es im Sanatorium zu nennen pflegt, war nicht der erste dieser Art in diesem Sanatorium. Erst 2 Monate zuvor hatte einer der Bewohner, der sich selbst für Newton hält, ebenfalls eine Krankenschwester erwürgt.
Die Polizei hat hier nicht viel zu sagen; beide Männer hätten entlassen werden können, die Sanatoriumsleiterin hatte die Erlaubnis gegeben, die Krankenschwestern hatten sich verliebt und wollten mit ihnen ein neues Leben anfangen.
Und auch Möbius, der dritte der Männer, die noch in dieser Abteilung lebt, wird von seiner Krankenschwester geliebt. Sie könnten doch ein neues Leben anfangen, meint sie - sie würde nicht daran glauben, dass er verrückt wäre, seine Frau hätte sich doch nun auch verabschiedet - Möbius erwürgt sie.
Warum? Diese Frage bleibt nicht lange unbeantwortet, denn kurz darauf lüften Einstein und Newton ihr Geheimnis....
Was soll man zu diesem Klassiker noch sagen, was nicht ohnehin schon lange gesagt wurde?
Unzählige Male gelesen und im Theater gesehen - und immer noch bin ich stark beeindruckt. Dürrenmatt bringt hier ein Thema zur Sprache, das nichts an Aktualität einbüßt; die Verantwortung des Wissenschaftlers für seine Entdeckungen.
"Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden" - dieser Satz bleibt für mich die Kernaussage des Stücks.
Friedrich Dürrenmatt, 5.1.1921 bei Bern geboren, 14.12.90 gestorben. Weltberühmt wurde er vor allem mit seinen Theaterstücken "Die Physiker" und "Der Besuch der alten Dame"
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