Agnes Desarthe - Fünf Bilder meiner Frau

Originaltitel: Cinq photos de ma femme
Roman. Alexander Fest 1999
205 Seiten, ISBN: 3596148383

Max ist seit einem Jahr Witwer. Seine Kinder wohnen beide weit weg; als Telma noch lebte, hatten sie zwar oft davon gesprochen, sie zu besuchen, es jedoch nie in die Tat umgesetzt.

Vieles in der Wohnung erinnert ihn noch an seine Frau. Doch ihr Gesicht - er kann sich ihr Gesicht nicht mehr wirklich in Erinnerung rufen.

So beschließt er eines Tages, ein Porträt von ihr malen zu lassen. Ein Maler, so sein Gedanke, muss doch dieses gewisse Etwas in ihren Augen einfangen können.

Auf der Suche nach dem besten Maler für das Bild geht Max auf die Suche - auf die Suche danach, was und wer Telma eigentlich für ihn war...

Es gab viele Stellen in diesem Buch, die mich angerührt haben; einzelne Sätze, die einfach wunderschön und poetisch sind, die zum Nachdenken anregen. Aber danach habe ich vermisst dass diese Gedanken nicht vertieft wurden.

Besonders angetan war ich von den Briefen, die Max seinen Kindern in die Fremde schreibt, von seiner Sehnsucht und gleichzeitig Sprachlosigkeit. Seine Anspielung, in jedem dieser Briefe, vielleicht, irgendwann, würde er es wirklich schaffen, diese Reise auf sich zu nehmen, und es im nächsten Satz schon wieder zurückzunehmen.

Ein wunderschöner Abschluss, dass er am Ende die Reise wirklich in Angriff nimmt!

Agnes Desarthe

Agnès Desarthe, 1966 in Paris geboren, lebt und arbeitet als Schriftstellerin und Übersetzerin in ihrer Heimatstadt. Zunächst machte sie sich als Kinderbuchautorin einen Namen, mittlerweile zählt sie zu den wichtigsten Stimmen der französischen Gegenwartsliteratur.

Auszug aus dem Titelverzeichnis:





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