Originaltitel: Le lièvre de Patagonie, Mémoires
(Auto)Biographie. Rowohlt Verlag 2012
682 Seiten, ISBN: 3499626195


Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten.
Ich hatte von diesem Roman bei Erscheinen einen Ausschnitt gelesen, der im Spiegel abgedruckt wurde - das Gespräch mit dem Friseur von Treblinka, es hat mir Gänsehaut verursacht und ich wusste: dieses Buch will, ja, muss ich lesen. Als es dann in einer Leserunde vorgeschlagen wurde, war der Zeitpunkt gekommen. Voller Vorfreude begann ich zu lesen. Doch was war das? Von der Guillotine berichtet er, von seiner Angst und Faszination, srpingt quer durch das 20. Jahrhundert mit seinen Assoziationen und spart vor allem nicht mit unendlich überflüssigen Details.
"Ich erinner mich, dass wir 1938, um die Zeit des Münchner Abkommens, zwei Reden Hitlers gehört hatten - wir lebten damals in Paris, verbrachten unsere Ferien aber in Saint-Chély d´Apcher in der Lozère bei einem republikanisch gesinnten Schuldirektor, Marcel Galtier, den ich innig liebte, weil er mir vieles beibrachte, namentlich die Fliegenfischerei in den engen, gewundenen Forellenbächen der Hochebene des Aubrac."
Claude Lanzmann, geboren 1925 in Paris, studierte Philosophie und war Lektor an der Freien Universität Berlin. Als Journalist reiste er unter anderem nach China und Korea und engagierte sich gegen den Algerienkrieg. Seine Dokumentarfilme «Pourquoi Israel» (1972) und «Shoah» (1985) machten ihn weltberühmt. Er ist Ehrendoktor der Hebräischen Universität Jerusalem und der European Graduate School. Claude Lanzmann lebt in Paris.
Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen
Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]
©11.07.2012 Daniela Brezing - - - Impressum - - - © 1998-2010 LESELUST Daniela & Markus Brezing