Originaltitel: Il birraio di Preston
Roman. Piper Verlag 2000
262 Seiten, ISBN: 3492270026
Ende des 19. Jahrhunderts in Sizilien. Im kleinen Städtchen Vigàta wird ein neues Theater eröffnet, mit der Aufführung der Oper " Der Bierbrauer von Preston". Wenige Stunden danach ist dieses Haus ein Raub der Flammen geworden - und man beginnt, nach Schuldigen zu suchen.
Verdächtige gibt es viele. Schließlich hatte fast die gesamte Bevölkerung die Aufführung dieser Oper abgelehnt - sie war vom neuen Präfekten vorschrieben worden. Nein, natürlich nicht vorgeschrieben - nur nachdrücklich vorgeschlagen.
Das alleine ist ja schon Grund genug für einen Aufstand - doch der Präfekt hatte auch noch allen, die sich laut gegen dieses künstlerische Machwerk geäußert hatten, Steine in den Weg gelegt, sie aus fadenscheinigen Gründen verhaften lassen, kurz, jeden Widerstand im Keim erstickt.
Doch ganz so wie geplant ist es ihm wohl doch nicht gelungen....
Es gab Passagen in diesem Buch, die geradezu hinreißend komisch waren. Dazu gehören die Schilderung des Opernbesuchs an sich: die Zwischenbemerkungen der Besucher sowie ihr offensichtliches Desinteresse an der Handlung werden wirklich grandios geschildert.
Aber ansonsten hat mich dieses altertümliche Verwirrspiel zum Großteil eher gelangweilt. Irgendwann hatte ich einfach keine Lust mehr, die ganzen Zusammenhänge, Verwicklungen und Verkettungen im Kopf zu behalten.
Würde man den Roman auf das reduzieren, was ihn für mich dennoch zu einem Vergnügen machte, wäre wohl eine nette Kurzgeschichte daraus geworden...:
Andrea Camilleri wurde 1925 in Porto Empedocle, Sizilien, geboren, und lebt heute in Rom. Seine historischen Romane und Krimis lösten in den vergangenen Jahren ein regelrechtes Camilleri-Fieber aus und belegten zeitweise acht der zehn Plätze auf den italienischen Bestsellerlisten. Er gilt als der wichtigste lebende Autor Siziliens
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