David Baddiel - Was man so Liebe nennt

Originaltitel: Whatever Love Means
Roman. Verlag Antje Kunstmann 2000
334 Seiten, ISBN: 3499229501

Prinzessin Diana, Englands Lieblings-Royal ist tot, das ganze Land in tiefster, hysterischer Trauer. Emma, glücklich verheiratet mit Joe, Mutter eines kleinen Sohnes, kann es ebenfalls nicht fassen. Und findet in Vic, Joes bestem Freund, einen Gleichgesinnten - als sie vor seiner Tür steht, öffnet er ihr mit total verquollenen Augen. Dass er nicht aus Trauer, sondern durch Heuschnupfen so verheult aussah, hatte er ihr natürlich verschwiegen; denn schon lange hatte er insgeheim von einer Situation geträumt, die ihn in die Lage bringen würde, sie zu trösten.

So beginnt zwischen den beiden eine Liebesgeschichte, die sehr rasch über die ursprüngliche rasche Affäre hinauswächst; für Vic, den notorischen Schürzenjäger, eine absolut ungewohnte Situation. Zwar war er seiner jetzigen Freundin vor Emma treu gewesen, doch was er mit ihr nun erlebt, verändert seine Einstellung zu Familie und Kindern...

Doch dann wird Emma schwer krank, sie lässt sich untersuchen. Ihrem Mann erzählt sie noch nichts davon, doch Vic weiß Bescheid. Er ist auch der einzige, der das Resultat der Untersuchung erfährt...

Zu Beginn war ich richtig begeistert von diesem Buch. So humorvoll, auf liebenswerte Weise respektlos - wirklich herrlich!

Auch die Fortsetzung, die aus der ersten Affäre eine komplexe Liebesgeschichte werden lässt, war klug und intelligent geschildert.

Doch dann wird es einfach zu viel; dass zu Untreue, einem Verhältnis mit der Frau des besten Freundes, auch noch Krebs, AIDS, vertauschte Namen und den überaus seltenen Zufall, dass Joe ohne es zu ahnen die Gewebsprobe seiner Frau untersucht hinzukommt, ist schlicht zu konstruiert.

Schade um diesen übertriebenen Schluss, aber ansonsten ein sehr lesenswertes, vergnügliches Buch!

David Baddiel

Auszug aus dem Titelverzeichnis:





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