Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet

Originaltitel: Everything is Illuminated
Roman. S. Fischer Verlag 2003
383 Seiten, ISBN: 3596156289

Bücher, die derart von der Presse gelobt werden wie dieses hier bei Erscheinen 2003, treffen sehr häufig so gar nicht meinen Geschmack.

Alex ist ein junger (schlechter) Übersetzer in Odessa, der einen Auftrag annimmt, einen jungen Mann auf der Suche nach dessen Wurzeln zu begleiten und dabei zu dolmetschen. Sie fahren im Auto mit dem Großvater und einem stinkenden Hund, der Sammy Davis Jr JR heißt; es gibt die zu erwartenden Problemchen mit unterschiedlichen Gepflogenheiten eines Amerikaners und eine Dorfbewohners der Ukraine, und vor allem gibt es die Sprachverunglimpungen des Übersetzers.

Auf dieser Reise wird dann quasi die Geschichte des Shtetl aufgerollt, zu dem der Ich-Erzähler Jonathan einen Bezug hat…

Spaß hat das beim Lesen nicht gemacht. Die Sprache fand ich so entsetzlich, dass sich mit jeder gelesenen Seite meine Laune massiv verschlechtert hat; nach einem Drittel habe ich dann entnervt abgebrochen.

(Der Film war übrigens dann besser anzusehen, auch wenn nicht einmal der mich begeistern konnte).

Jonathan Safran Foer

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

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