Marguerite Yourcenar - Mishima oder die Vision der Leere

Originaltitel: --
Roman. dtv Der TaschenbuchVerlag 2004
113 Seiten, ISBN: 3423132930

Mishima, der große japanische Schriftsteller, der im Westen vor allem durch seinen Selbstmord bekannt wurde, wird hier von einer ebenfalls großartigen Autorin portraitiert. Da kann doch nur Gutes dabei rauskommen - hatte ich irrtümlich angenommen, denn für mich war dieses kurze Werk eher enttäuschend. Zu viel Kenntnis des Japaners wird vorausgesetzt, die ich eigentlich aus der Lektüre empfangen wollte.

Ich habe mit großer Erwartung dieses Buch gelesen, bin aber davon nicht überzeugt; wenn man Mishima und seine Werke nicht sehr gut kennt (und ich habe nur zwei seiner Bücher gelesen, die mir allerdings sehr gut gefallen haben) dann hat man kaum eine Chance wirklich zu verstehen, wovon die Autorin eigentlich spricht, weil sie ein sehr großes Wissen über den Autor und sein Werk voraussetzt. Das finde ich schade, weil ich mich sehr auf die Impressionen dieser von mir sehr geschätzten Autorin zu Mishima gefreut und war etwas enttäuscht.

Marguerite Yourcenar

Marguerite Yourcenar, am 8. Juni 1903 in Brüssel geboren, studierte in Frankreich, England und in der Schweiz und wurde Professorin für französische Literatur in New York. 1980 wurde sie als erste Frau in die Académie francaise gewählt. Sie starb am 18. Dezember 1987 in Maine / USA.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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