Theodor Kallifatides - Der sechste Passagier

Originaltitel: --
Krimi. Zsolnay Verlag 2004
286 Seiten, ISBN: 3552052941

Zsolnay hat eine Werbeaktion zum Thema Skandinavien-Krimis veranstaltet und in diesem Zusammenhang ist dieses Buch bei mir gelandet. Nachdem ich zwar ganz gerne Krimis lese, aber hier ganz konservativ gerne bei meinen alten Favoriten wie Dick Francis, Elizabeth George und Ian Rankin etc. bleibe, hätte ich sonst wahrscheinlich nicht unbedingt zu diesem Buch gegriffen.

Positiv zu vermerken ist: es ist schön gemacht, was mir die Zsolnay-Titel ja ohnehin fast immer sehr sympathisch macht.

Weiters positiv: ich war von dem Buch eigentlich bis zum Schluss nicht genervt, habs mit einem Grinsen im Gesicht bis zum Ende gelesen....

... aber nicht, weils gut war, sondern weil es auf so naive, ernsthafte Weise schlecht war.

Fazit: Braucht man nur lesen, wenn man Lust auf Bravoheftchen-Sexszenen hat (der Autor wollte wohl unbedingt Sex&Crime draus machen und dabei ist ihm die - biedere - Phantasie ein wenig durchgegangen...), gerne ein Klischee ans andere reiht und sich mit Reißbrett-Charakteren ohne Tiefe zufrieden gibt.

Viel Spaß dabei ;-)

Theodor Kallifatides

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©28.03.2004 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing