Originaltitel: Le Grand Meaulnes
Roman. Diogenes 2003
336 Seiten, ISBN: 3518399985
François Seurel findet in dem 17-jährigen Augustin Meaulnes den lang ersehnten Freund. Doch bald verschwindet Augustin spurlos und kehrt erst nach Tagen zurück. Seine wundersamen Erlebnisse berichtet er François: Nach einer Irrfahrt mit der Kutsche der Seurels findet sich Augustin in einem geheimnisvollen Schloss wieder, wo eine Hochzeit gefeiert werden soll. Doch der junge Schlossherr Frantz de Galais wartet vergebens auf seine Braut Valentine. Bevor das Fest abgebrochen wird, lernt Augustin Yvonne, die Schwester des Bräutigams, kennen und verliebt sich in sie. Nach Hause zurückgekehrt, kann er sich nicht mehr an den Weg zum Schloss erinnern. Vergeblich suchen Augustin und François den mysteriösen Ort, den sie »das verlorene Land« nennen.
Ein geradezu schwärmerisch-romantischer Roman, der bei mir gar keinen Anklang gefunden hat. Diese Schwärmerei hat mich ehrlich gesagt ziemlich genervt, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Eigentlich wollte ich das Buch dann ja auch nach 100 Seiten weglegen, hatte aber dann gerade nix anderes dabei und wollte nicht noch mit dem dicken Schmöker anfangen, daher hab ich es zu Ende gelesen. Für mich hatte das auch wenig mit Liebe zu tun - nur am Rande, vom Erzähler, er ist für mich eigentlich der einzige der LIEBT, die anderen schwärmen nur und bilden sich ein, das wäre nun das wahre, tiefe Gefühl.
Verglichen wurde das Buch oft mit Musils "Törless" - doch bis auf die Tatsache, dass beide Bücher von jungen Menschen handeln, haben sie in meinen Augen nichts gemein. Törless ist ein wunderbarer Roman, der viel Stoff zum Nachdenken bietet - dieses Buch hier kann ich nicht weiterempfehlen.
Henri Alain-Fournier (eigentlich Henri-Alban Fournier; * 3. Oktober 1886 in La Chapelle d'Anguillon; † 22. September 1914 in Les Éparges bei Verdun)
Zeruya Shalev - Für den Rest des Lebens
Zeruya Shalev nimmt auch in diesem Roman ihre Leser mit auf eine Reise in die Dunkelkammer der Familien: lieblose Ehen, qualvolle Mutter-Kind-Beziehungen und die Besessenheit von der Gewissheit, dass es für den Rest des Lebens noch mehr geben muss als das, was die Gegenwart bietet. [..MEHR..]
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