Frank Lauenroth - Boston Run. Der Marathon-Trhiller

Originaltitel: Boston Run. Der Marathon-Thriller
Krimi. Sportwelt 2010
224 Seiten, ISBN: 3941297058

Gerade sind sie wieder in Berlin gestartet: Tausende Menschen, die sich selbst und anderen beweisen wollen, dass sie eine Distanz von 42 km schaffen, womöglich sogar noch in einer guten Zeit. Und Boston hat unter den Marathonstädten einen ganz besonderen Stellenwert: hier darf nur mitlaufen, wer sich davor bei einem anderen Lauf mit einer guten Zeit qualifiziert hat.

Und Fred Longer hat sich qualifiziert. Eigentlich heißt Fred Longer Brian, und ist Jurist auf Vaters Wunsch. Dem Vater das Darlehen zurückzuzahlen, mit dem er das Studium finanziert hat, war dann auch eines der Hauptargumente, warum er auf den verrückten Vorschlag seines Freundes Chris eingegangen ist: durch Spritzen einer geheimen Substanz seine Leistungsfähigkeit so sehr zu erhöhen, dass er den Boston Marathon gewinnen könnte.

Chris war viele Jahre lang bei der NSA, ein genialer Forscher und Erfinder, bis seine große Liebe an Krebs erkrankte. Um Helen zu retten, hätte er Geld gebraucht. Und Geld hätte er in der freien Wirtschaft für seine Erfindungen bestimmt genug bekommen - aber er war nun mal Patriot, und bei der NSA. Also sollte ihm nun die NSA Geld geben - was nicht geschah. Ein unrühmliches Ende für einen guten Mitarbeiter.

Nun war er zurück, und wollte der NSA einmal mehr demonstrieren, was sie an ihm verloren hatte - und dass sie ihm nun, wenn auch zu spät, doch noch die gewünschten Millionen zu zahlen hätten.

Ein anonymer Anruf am Morgen des großen Laufs verrät seinem alten Team aber, dass er gesehen worden wäre - und da er mit den Besten der Besten gearbeitet hatte, wird schnell klar, dass er etwas mit diesem fantastischen Läufer mit der Nummer 368 zu tun haben musste, der seinen Konkurrenten so mühelos davonlief.

Rachel Parker, in Abwesehnheit des Chefs Einsatzleiterin, wagt einen großen Einsatz: ohne Unterstützung durch ein SWAT-Team will sie Chris fangen, und scheut dabei vor keinem Mittel zurück…

Eine wilde Jagd beginnt…

Dieser Krimi fand, wie manches andere Buch auch, auf überraschende Weise den Weg in mein Regal. Es war eines Tages einfach da, wurde mir zugesandt. Und anders als die meisten dieser unaufgefordert zugesandten Bücher fand ich hier schon die Aufmachung gut, den Klappentext hinreichend interessant. Also habe ich mal reingelesen und festgestellt: ich amüsiere mich. Gut, das Ausrufezeichen wird arg verschwenderisch verwendet, und auch so manche Metapher empfand ich jetzt nicht als geglückt. Aber alles in allem habe ich mich gut unterhalten, überraschend gut, und fand den Plot originelll und gut umgesetzt. Vielleicht eine netter Geschenkegag für Läuferfreunde!

Frank Lauenroth

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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