Frank L. Baum - Der Zauberer von Oz

Originaltitel:
Hörbuch - Kinderbuch. Diverse 2005
4 CDs, ISBN: 3866041845

Ein Wirbelsturm trägt Dorothy und mitsamt ihrem Hund Toto - und dem Häuschen ihrer Tante und ihres Onkels aus Kansas in ein fernes, grünes Land. Bei ihrer Ankunft wird sie von seltsamen Menschen richtiggehend gefeiert - hat sie doch mit der Landung ihres Hauses die böse Osthexe ganz ohne Absicht getötet und die Leute dort dadurch von ihr befreit!

Aber all die nette Aufnahme hilft nicht darüber hinweg, dass Dorothy wieder zurück will zu ihrer Tante und ihrem Onkel. Aber wie soll sie heimkommen, wenn hier noch niemand auch nur von Kansas gehört hat? Da kann ihr nur der mächtige Zauberer in der Smaragdstadt helfen, wird ihr gesagt - aber dazu muss sie es erstmal schaffen, dahin zu gelangen.

Ganz alleine mit Toto macht sie sich nun auf den weiten Weg, in den Schuhen der toten Zauberin und geschützt durch den Kuss der guten Nordhexe. Bald schon trifft sie auf eine Vogelscheuche, die sie vom Stock nimmt und die sie fortan begleitet, in der Hoffnung, dieser große Zauberer könne ja vielleicht auch ihr ein wenig Hirn verleihen. Als nächstes lesen sie einen blechernen Holzfäller auf, der ganz verrostet ist, und dessen Scharniere sie ölen; er hofft, vom Zauberer ein Herz zu erlangen. Und zu guter Letzt treffen sie noch auf einen Löwen, der zwar groß und furchterregend ist, aber leider so gar nicht mutig. Auch er erhofft sich vom Zauberer eine Lösung seiner Probleme.

Und dann kommen sie an, in dieser prächtigen Smaragdstadt, und jeder von ihnen erhält alleine eine Unterredung beim großen Zauberer, wo er seine Bitte vorbringt. Von jedem von ihnen verlangt der Zauberer als Gegengabe dasselbe: sie sollen die böse Westhexe töten...

Also machen sie sich wieder auf dem Weg...

Ja, ich weiß: Es ist ein Kinderbuch. Eines, das ich als Kind nie gelesen habe, und nun erst als "alte" Frau als Hörbuch kennen gelernt habe. Aber so ganz hat sich mir nicht erschlossen, was Generationen von Menschen an diesesm Buch so verzaubert hat, dass es zum Kultbuch wurde.

Mir war an der Geschichte zu vieles zu glatt. Dazu kam auch noch die Art, wie Senta Berger es vorliest (und ich schätze ihre Art vorzulesen sonst sehr!) - eben in einem Tonfall, wie man kleinen Kindern vorliest, die sonst vielleicht nicht verstehen, wer der Gute und wer der Böse ist.

Zwar gibt es auch in diesem Buch ein paar schöne Einfälle, wie eben den mächtigen Zauberer, der dann gar keiner ist, aber um für Kinder und Erwachsene gleichermaßen reizvoll zu sein, hat mir das nicht ausgereicht.

Frank L. Baum

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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