Diverse - Früher war mehr Lametta. Hinterhältige Weihnachtsgeschichten

Originaltitel: --
Hörbuch - Roman. Diogenes 2006
1 CDs, ISBN: 3257800304

Aus dem Band "Früher war mehr Lametta" wurden drei Erzählungen herausgegriffen und nun als Hörbuch veröffentlicht.

In "Spekulatius" von Doris Dörrie (gelesen von Anna König) freut sich eine Frau, Weihnachten zu entfliehen. Endlich keine Spekulatius mehr! Aber der Urlaub in der Hitze um diese Zeit bringt ihr insgesamt doch nicht die Erleichterung, die sie erwartet hatte; im Motel lernt sie eine Frau kennen, die nun schon seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in Deutschland Weihnachten gefeiert hatte. Und die sich nach Spekulatius sehnt...

Martin Suter liest seinen Text "Die Weihnachtsfrage" selbst vor - mit ausgesprochen starkem Akzent, er ist nun mal Schweizer. Das ist selbst für mich mit meiner Affinität für südliche Akzente erstmal befremdlich gewesen; die Geschichte selbst kannte ich bereits, die Weihnachtsverweigerer, die dann schlussendlich doch alle wieder einknicken und doch wie alle anderen Geschenke kaufen - in meinen Augen eigentlich eher eine der Schwächeren aus dem Geschichtenfundus des Geri-Weibel-Erfinders.

Und Ingrid Noll entführt uns in "Ein milder Stern herniederlacht" in ein biederes Ambiente: ein friedliches erstes Weihnacht mit richtig kochen und backen, schwangerer Frau und Mann, der... keine Ahnung vom Vorleben seiner Frau hat. Die war nämlich bis vor 2 Wochen noch Domina, und hat gerade erst sämtliche Lederkostüme, Haken und Peitschen verkauft, noch eine große Abschiedsfete steigen lassen und sich nun auf ein seriöses Leben eingestellt. Doch ihre Abschiedsnachricht hat leider nicht alle Stammgäste erreicht - und so tauchen plötzlich Männer auf, die den Weihnachtsfrieden empfindlich stören...

Leider hat keine der Geschichten mich überzeugen können, auch die Art des Vortrags war nicht dazu angetan; schade!

Diverse

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©03.12.2006 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing