Anselm von Canterbury - Kann Gottes Nicht-Sein gedacht werden?

Originaltitel: --
Sachbuch. Diverse 1999
155 Seiten, ISBN: 387162019X

Die wichtigsten Aspekte der Diskussion bestanden in der Frage danach, ob die Existenz Gottes ein Prädikat gleicher Kategorie wie Güte, Allwissenheit etc. ist oder ob zwischen diesen Prädikaten eine Reihenfolge unterschieden werden kann. In gemeinsamer Suche haben wir im eigentlichen Text keinen Ansatz zu dieser Unterscheidung gefunden, zumal Anselm die Differenzierung der "Größe" in seine einzelnen Aspekte wahrscheinlich absichtlich vermeidet. Die Diskussion zu diesem Thema wird sich eher außerhalb des eigentlichen Argumentationsaustausches zugetragen haben. E.s Hinweise schienen sich eher auf den grundsätzlichen Diskussionsstand zur Zeit des Briefwechsels zwischen Anselm und Gaunilo zu beziehen. Hs grundsätzliche Kritik am Text war der Verzicht der Argumentation aus dem Glauben heraus - eine Kritik, die ich selbst eher als Größe des Textes empfunden habe. Letztendlich glaube ich, dass zumindest ich die Argumentationskette, die zum Nachweis der Notwendigkeit der Wesensexistenz, über das hinaus ... nicht wirklich verstanden habe. Und ich glaube auch, dass es der Mehrzahl der Diskussionsteilnehmer durchaus ähnlich geht. Der Text Gaunilos scheint allgemein unserem Weltbild näher zu stehen, wobei wir uns einig darüber waren, dass seine Argumente von Anselm vorhergesehen gewesen sein müssen. E hat mehrfach und eindringlich ein Werk zur Vertiefung empfohlen:

Das Wunder des Theismus von John L. Mackie

Weiteren Aufschluss über die Philosophie des Mittelalters kann zusätzlich

Das philosophische Denken im Mittelalter. Von Augustinus bis Machiavelli. von Kurt Flasch

geben.

Anselm von Canterbury

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©30.11.2006 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing