Joanne K. Rowling - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Originaltitel: Harry Potter and the Deathly Hallows
Kinderbuch. (englischsprachiger Verlag) 2007
607 Seiten, ISBN: 0747591059

Nach Dumbledores Tod hatte Harry sich entschieden, alleine den Kampf gegen Voldemort aufzunehmen - alleine? Natürlich hatten Ron und Hermine sich nicht abhalten lassen, ihn zu unterstützen.

Und trotz dieser traurigen Grundstimmung soll ein Fest dennoch stattfinden: die Hochzeit zwischen Fleur und Bill Weasly - und auch Harry soll dabei sein können, ohne allerdings zu schnell erkannt zu werden. Aber auch ohne seine offensichtliche Anwesenheit eskaliert das Fest, und als man Harry in Sicherheit bringen will, ist das eine blutige Angelegenheit, die einige Opfer zu beklagen gibt.

Mit Dumbledores Erbstücken, mit denen sie erstmal nichts anzufangen wissen, machen Ron, Hermine und Harry sich dann auf den Weg, nur leider: welchen Weg? Das wissen sie nicht so recht, und so irren sie - und mit ihnen der Leser - mehr oder weniger blindlings herum, rätseln, gehen sich gegenseitig (und dem Leser…) auf die Nerven, erfahren dabei aber doch auch eine Menge über Dumbledores Vergangenheit - und damit einen kleinen Schlüssel dazu, wie Voldemort vielleicht besiegt werden kann…

Ich persönlich habe in diesem Band ein wenig Alltagsszenen mit meinen Lieblingsfiguren, unter anderem Snape, vermisst; auch die Tatsache, dass die Handlung durch die Abwesenheit des Schulalltags ihr bisheriges Gerüst verliert, ist dem Buch nicht so sehr zuträglich.

Aber: viele der offenen Fragen, die sich aus den vorausgehenden Bänden gestellt hatten, werden auf tolle Weise aufgelöst, manches Rätsel hätte ich lieber als solches belassen, weil mir die Auflösung nicht gefiel - und insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, hatte danach aber auch den Eindruck: gut, dass es jetzt vorbei ist.

Joanne K. Rowling

31. Juli 1965 in Yate, South Gloucestershire. Die Geschichte der arbeitslosen, alleinerziehenden Mutter, die mit der Geschichte über einen Zaubererlehrling berühmt und reich wurde, liest sich selbst fast so spannend wie die Werke der jungen Autorin

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©24.07.2007 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing