Gerhard J. Rekel - Der Duft des Kaffees

Originaltitel: --
Krimi. dtv Der TaschenbuchVerlag 2005
256 Seiten, ISBN: 3423245050

Deutschland im Ausnahmezustand: nachdem der Kaffee großer Herstellerketten mit einer Überdosis Koffein vergiftet wurde und zahlreiche Menschen im Krankenhaus gelandet sind, wird nirgends mehr Kaffee verkauft.

Auch der Sohn des Kleinrösters Hans Brioni ist mit Herzrasen ins Krankenhaus eingeliefert worden, und Brioni will unbedingt denen auf die Spur kommen, die seinen Lebensinhalt Kaffee so in Verruf gebracht haben.

Die Jungreporterin Agathe Weidinger hat gerade beim Nachrichtensender D1 angefangen und soll Brioni interviewen, der im Verdacht steht, etwas mit den Anschlägen zu tun zu haben.

Bei seinen Recherchen stößt Brioni auf eine merkwürdige, unter Verschluss gehaltene Studie über die Auswirkungen von Kaffee-Entzug auf die Gesellschaft und einen noch merkwürdigeren "Verein zur Verlangsamung der Zeit", der sich die Abkehr von Hektik und Hetze auf die Fahnen geschrieben hat.

Neben den ziemlich unorthodoxen Ermittlungsmethoden - Agathe ist auf eigene Faust mit einer geklauten Kamera unterwegs, während Brioni von der Polizei gesucht wird - macht die Liebe zum Kaffee den Reiz des Buches aus. Der Autor ist selbst ein passionierter Kaffeegenießer und lässt viel Wissenswertes über Herstellung und Zubereitung wirklich guten Kaffees in die Geschichte einfließen.

Positiv fällt auch auf, dass Agathe keine wunderschöne Superheldin ist, sondern kaum ein Fettnäpfchen auslässt und viele Ecken und Kanten hat.

Der Fall an sich hat sich für mich nicht wirklich zufriedenstellend aufgelöst, die Lösung ging mir ein bisschen zu schnell und flüchtig, aber dennoch ein spannendes Buch, in dem mir besonders die Passagen über den Kaffee gefallen haben.

Gerhard J. Rekel

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Das könnte Sie interessieren:

Zeruya Shalev - Für den Rest des Lebens

Zeruya Shalev nimmt auch in diesem Roman ihre Leser mit auf eine Reise in die Dunkelkammer der Familien: lieblose Ehen, qualvolle Mutter-Kind-Beziehungen und die Besessenheit von der Gewissheit, dass es für den Rest des Lebens noch mehr geben muss als das, was die Gegenwart bietet. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©04.04.2007 Valentine - - - Impressum - - - © 1998-2010 LESELUST Daniela & Markus Brezing