Francois Cheng - Die allzukurze Ewigkeit

Originaltitel: L'éternité n'est pas de trop
Roman. Piper Verlag 2005
219 Seiten, ISBN: 3492045065

Als junger Mann hat Dao-sheng, damals Musiker, auf einem Fest Lan-ying, die hübsche Tochter einer reichen Familie, kennengelernt und sich augenblicklich in sie verliebt. Doch das Fest endete nach einer Schlägerei tragisch für ihn - er wurde in ein Straflager geschafft.

Ihm gelang die Flucht in ein taoistisches Kloster, wo er die chinesische Heilkunst erlernte und sich als Arzt einen Namen machte. Doch 30 Jahre nach der Begegnung mit Lan-ying treibt es ihn in die Stadt, wo er seine Dienste als Wanderarzt und Wahrsager anbietet.

Unverhofft kommt es zu einem Wiedersehen mit Lan-ying, die mittlerweile mit einem Mann verheiratet ist, den sie nicht liebt, und schon Schweres durchmachen musste. Sie ist vor Erschöpfung und Unglück krank geworden, Dao-sheng soll ihr nun helfen.

Obwohl die gesellschaftlichen Konventionen es eigentlich nicht erlauben, entspinnt sich zwischen den beiden eine ganz zarte, stille Liebesgeschichte, die Francois Cheng wunderschön in poetischen Bildern aus der Sicht von Dao-sheng erzählt.

SPOILER:

Es gibt kein Happy-End für das Paar, dem ich es so gegönnt hätte. Doch Cheng schreibt einen so schönen Schluss, dass man das fehlende Happy-End verzeihen kann...

Francois Cheng

Francois Cheng kam Ende 1948 als Student nach Frankreich, das ihm zur zweiten Heimat wurde. Seit 1973 ist er französischer staatsbürger. Doch er ist ein Wanderer zwischen den Welten geblieben und hat mit „Regenbogen überm Jangtse“ erstmals ein breiteres Publikum erreich. Der Roman wurde mit dem Prix Femina ausgezeichnet.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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