Ian Rankin - Die Tore der Finsternis / BBC Radio Dramatisation (nur auf Engl)

Originaltitel: Resurrection Men. A BBC Radio 4 Full-Cast Dramatisation
Hörbuch - Krimi. (englischsprachiger Verlag) 2002
2 CDs, ISBN: 0563524502

Wenn ein 500 Seiten starkes Buch in eine dreistündige Hörbuchfassung umgewandelt wird, ist zu erwarten, dass nicht alle Handlunsstränge adäquat umgesetzt werden können. Da ich das Buch unmittelbar gelesen hatte, bevor ich das Hörbuch genossen habe, konnte ich auch sehr klar feststellen, was fehlte - und ich hätte an mancher Stelle wohl sonst auch Probleme gehabt, die Zusammenhänge herzustellen.
Der Einstieg ins Hörbuch allerdings macht umgekehrt auch wieder Dinge von vornherein klarer, die im Buch erst wesentlich später beleuchtet werden - durchaus von Vorteil.

Ich habs genossen, mir die mit durchwegs starkem Akzent gesprochenen Dialoge, die Rankin immer so pointiert schreibt, anzuhören. Gerade in dieser Fassung wurde mir erst wieder klar, wie dialoglastig seine Krimis eigentlich sind, und wie sehr er das Tempo dadurch auch beschleunigt.

Ich habe nun jedenfalls Blut geleckt und werde versuchen, auch die anderen englischen Rankin-Hörbücher / Hörspiele noch zu hören…

Ian Rankin

Ian Rankin, 1960 in Fife geboren, lebte in Edinburgh und London, bevor er mit seiner Frau nach Südfrankreich zog. Sein erster Roman erschein 1986 und wurde von der Kritik gefeiert. Der internationale Durchbruch beim Lesepublikum gelang ihm schließlich mit seinem melancholischen Serienhelden John Rebus, der mittlerweile aus den britischen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken ist.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

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