John Updike - Landleben

Originaltitel: Villages
Roman. Diverse 2006
413 Seiten, ISBN: 3499240165

Owen hat sein ganzes Leben in kleinen Orten verbracht; Updike porträtiert dieses Middle America, die Mittelschicht in einer Kleinstadt mit den fröhlich auf Männerjagd gehenden Frauen.

Es scheint für Owen in seinem Leben leider nur zwei wichtige Dinge gegeben zu haben: seine Arbeit und die Frauen. Dabei scheint er selbst derjenige zu sein, der unsicher ist und - da er nichts anderes hat - sind es die Frauen, die ihn lieben und erlösen sollen. Affären beginnen, sie enden und es bleibt die ewige Suche nach ihnen.

So ist der Roman die Geschichte eines Mannes und ein Porträt des Lebens in der Kleinstadt, wobei die Stationen seines Lebens eben immer wieder irgendwelche Frauen und der zugehörige Sex sind. Dabei ist er lange mit Phyllis verheiratet, wobei ich gerne mehr von ihr erfahren hätte und auch, was in Owen tatsächlich vorging. Es ist mir dann doch zuwenig, die sexuellen Spielereien und Seitensprünge, irgendwann wird es langweilig. Das letzte Kapitel zeigt etwas, daß das möglich gewesen wäre und der Roman hätte mehr davon durchzogen sein können, aber so ganz allein am Ende schien es mir nicht zu passen. Ich hätte mir für Owen nicht erst im Alter, sondern schon in der Mitte seines Lebens etwas mehr "Weisheit" und das Erzählen davon gewünscht.

John Updike

John Updike, geboren am 18. März 1932 in Shillington / Rennsylvania, trat nach einem Studium in Harvard und an der Ruskin School of Drawind and Fine Arts in Oxford 1955 für 2 Jahre in den Redaktionsstab des New Yorker ein. Die Erzählungen und Essays, die er dort veröffentlichte, begründeten seinen literarischen Ruhm. Er gilt heute als einer der bedeutendsten und unterhaltsamsten Erzähler unserer Zeit. John Updike lebt in Beverly Farms bei Boston.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Das könnte Sie interessieren:

Zeruya Shalev - Für den Rest des Lebens

Zeruya Shalev nimmt auch in diesem Roman ihre Leser mit auf eine Reise in die Dunkelkammer der Familien: lieblose Ehen, qualvolle Mutter-Kind-Beziehungen und die Besessenheit von der Gewissheit, dass es für den Rest des Lebens noch mehr geben muss als das, was die Gegenwart bietet. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©30.03.2006 Ralf Trenkle - - - Impressum - - - © 1998-2010 LESELUST Daniela & Markus Brezing