Daniel Kehlmann - Der fernste Ort

Originaltitel: Der fernste Ort
Roman. Suhrkamp Verlag 2004
148 Seiten, ISBN: 351845627X

Es war eine Idee, die nicht durchdacht war, eine spontane Entscheidung, ein letzter Ausweg ...

Als Julian schwimmen ging, wusste er, dass er sich eigentlich endlich daran setzen sollte, seinen Vortrag für die Versicherungsgesellschaft vorzubereiten. Doch dann merkt er, wie gefährlich die Strömung wirklich ist, überlebt nur mit knapper Not - und beschließt, dieses Überleben verborgen zu halten, seinen Tod vorzutäuschen und abzuhauen, ein neues Leben zu beginnen.

Soweit die wirklich grandiose Ausgangssituation. Julians verstohlene Reise zurück nach Hause in seine Wohnung, aus der er ein letztes Mal die wichtigsten Sachen holen will, wird auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Und immer mehr stellt sich die Frage: kann man seinem Leben wirklich entkommen?

Ich war auf dieses wie auch auf die anderen Bücher Kehlmanns sehr neugierig - aber nach der Ausgangsszene, die mir ausgesprochen gut gefallen hatte, wurde es für mich immer belangloser. Der Zwiespalt wurde auf eine Weise aufgelöst, die mich dann eigentlich nicht mehr so recht interessiert hatte. Aber dennoch: auch die anderen Kehlmanns will ich zumindest mal gelesen haben ;-)

Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann, geboren 1975 in München, lebt in Wien und studierte dort Philosophie und Literaturwissenschaft.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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