Ivana Jeissing - Unsichtbar

Originaltitel: Unsichtbar
Roman. Diogenes 2007
224 Seiten, ISBN: 3257065655

Unsichtbar sein - das ist das, was Jane schon als Kind gelernt hat, wenn sie das Gefühl hatte, dass ihre Eltern sich viel mehr für die Funktion ihrer Nasenschleimhäute interessieren als für sie. Aber eine Form der Unsichtbarkeit gabs auch schon für ihre Mutter, ihre Großmutter - sie alle hatten sich in den Schttten ihrer Männer gestellt.

Auch Jane hätte es eigentlich eine Warnung sein müssen, als ihr zukünftiger Verlobter in ihr vor allem ein Picasso-Gemälde erkannt haben wollte - aber nein, sie fühlte sich geschmeichelt, heiratete, ordnete sich unter, zog sogar mit ihm nach Berlin, nachdem sie es gerade geschafft hatte, in London etwas für sich aufgebaut hatte.

Und dann... merkt sie, dass die Abwesenheiten ihres Ehemanns nicht ganz so berufsbedingt sind. Und ganz langsam fängt sie an, den Status ihrer Unsichtbarkeit zu hinterfragen...

Es ist eine nette, kleine Geschichte, witzig geschrieben, leicht und locker und im Prinzip genauso belanglos.

Ivana Jeissing

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©05.03.2007 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing