Adam Thorpe - Die Regeln der Perspektive

Originaltitel: --
Roman. Atrium Verlag 2006
463 Seiten, ISBN: 385535975X

"Am Morgen des 3. April 1945 verstecken sich vier Menschen in einem Museum in Lohenfelde, um dem Bombardement der Alliierten zu entgehen. Zur gleichen Zeit durchquert ein junger amerikanischer Corporal den Ort. Am Abend erreicht er das nunmehr zerstörte Museum und findet ein fast unversehrtes Gemälde aus dem 18. Jahrhundert, das nicht nur die Geheimnisse der Versteckten enthüllt, sondern gleichzeitig die Geschichte des Corporals mit diesen vier Menschen verknüpft. Ein dramaturgisch brillianter Roman, der die Ereignisse eines einzigen Tages aus verschiedenen Perspektiven erzählt."

Soweit der Klappentext, der mich sofort angesprochen hatte. Dazu ein Cover, in dem ein Foto von Kiegsruinen in eine romantische Landschaft mit Ruinen eingeblendet ist, der Titel... ich hatte also durchaus eine gewisse Grunderwartung an dieses Buch.

Und ich kann auch nicht sagen, dass es ein schlechter Roman wäre - nur: auch nach dem 4. Anlauf komme ich einfach nicht über die ersten 50 Seiten hinweg. Ich lese Seiten 2 x hintereinander und merke mir dennoch nicht, was der Autor mir über seine Figuren erzählen wollte, sie verschwimmen für mich alle zu einem undefinierbaren Grau.

Dabei, wie gesagt, gibt es an sich nichts, was mich sonst oft so stört; weder eine Sprache, an der ich mich aus irgendeinem Grund reibe (allerdings auch keine Sprache, die ein genussvolles Langsamlesen erfordert); die Handlung erscheint nicht absurd, nicht unlogisch. Und doch: es fesselt mich einfach überhaupt nicht.

Und so habe ich mich dann entschlossen, dieses Buch mit dem schönen Titel doch nicht zu beenden...

Adam Thorpe

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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