John Steinbeck - Tortilla Flat

Originaltitel: Tortilla Flat
Roman. Süddeutsche Bibliothek 2006
190 Seiten, ISBN: 3937793380

Diese Geschichte Steinbecks spielt in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg; Danny und seine Freunde wollen vor allem eins: Leben. Und das, ohne sich die Zeit mit so unnützen Dingen wie einer geregelten Arbeit zu vermiesen.

Danny lebt, gerade zu Beginn, einfach in den Tag hinein, ergaunert sich seine Mahlzeiten, und schlafen kann man genausogut im Wald.

BIs er dann eines Tages gleich zwei Häuser erbt. Nun hat er nicht nur ein Dach über dem Kopf - er ist sogar in der Lage, eines der Häuser zu vermieten. Natürlich an einen Freund - der niemals dazu kommt, ihm auch die Miete zu zahlen, obwohl er seinerseits an immer mehr Leute untervermietet. Besitz macht nicht glücklich, der Freundschaft jedenfalls schadet er sogar - das ist die Erfahrung, die Danny jedenfalls macht. Und alls dann das vermietete Haus abbrennt und alle seine Kumpels zu ihm ins Haus ziehen, wo es dann weitergeht wie davor. Man trinkt, feiert, prügelt sich - und lebt in den Tag hinein...

Wir hatten auch dieses Buch in einer Leserunde gemeinsam gelesen - und es war so ziemlich die kürzeste Diskussion, die es bislang gab. Irgendwie fanden es die meisten zwar an sich ganz nett zu lesen, aber insgesamt doch sehr belanglos und uninteressant. Es hat uns nicht erreicht, mich auf jeden Fall überhaupt nicht - mir blieb Danny gleichgültig, mir liegt diese Form des Rumtreibens nicht, und auch nicht die Literatur darüber, weswegen ich wohl auch mit moderneren Autoren wie Denis Johnson nichts anfangen kann.

John Steinbeck

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:

  • Von Mäusen und Menschen
  • Früchte des Zorns
  • Jenseits von Eden
  • Tortilla Flat

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