Eoin Colfer - Artemis Fowl. Gelesen von Rufus Beck

Originaltitel: --
Hörbuch - Roman. Random House Audio 2003
3 CDs, ISBN: 3898307166

Artemis Fowl ist elf, jüngster Sprößling einer Verbrecherdynastie - und derzeit, bis auf die Unterstützung durch seinen Leibwächter Butler - auf sich allein gestellt. Sein Vater war bei seiner letzten Aktion irgendwo in der See nördlich von Russland verschollen, und seine Mutter seither nicht mehr wirklich ansprechbar.

Also war Artemis nun das Familienoberhaupt und als solcher auch für die Verwaltung der Finanzen zuständig. Ein elfjähriges Kind? Kein gewöhnliches Kind. Wir sprechen hier von Artemis Fowl, einem Genie. Und dieses Genie hatte beschlossen, den alten Geschichten um das Gold, das irgendwelche Elfenwesen horteten, einmal genauer zu betrachten und sich nach Möglichkeit an diesen Reichtümern gütlich zu tun.

Und tatsächlich war es ihm schon nach kurzer Zeit gelungen, eine Fee zu finden, die ihre Magie gegen Alkohol eingetauscht hatte, und sich ihres Buches zu bemächtigen, eines winzigen Werks, in dem alle Regeln der Unterirdischen niedergeschrieben waren.

Mittels modernster Computertechnologie gelingt es ihm auch, die Geheimnisse des BUchs zu entschlüsseln - und sein Plan steht bald darauf fest. Und wirklich gelingt es ihm auch schon erfreulich bald, eine Elfe in seine Gewalt zu bringen, als sie das Ritual, das unerlässlich ist, um sich mit Magie aufzuladen, vollführt. Commander Holly Short war die einzige Frau, die bei der ZUP, der Zentralen UntergrundPolizei, in der Aufklärung arbeitete; und ausgerechnet sie wurde nun also entführt.

Sehr spannend und mit vielen lustigen und überraschenden Einfällen gespickt geht die GEschichte nun weiter; den Zentaurern Fowlie, der für die geniale IT der Unterirdischen zuständig ist, oder Hollys Vorgesetzten, den Zwerg Mulch Diggins, der seinen Kiefer ausklappen kann, um sich durch nahezu jedes Gestein zu fressen, was dann durch die ebenfalls aufklappbare Poklappe wieder ausgeschieden wird...

Viel Einfallsreichtum also, viel moderne Technologie, eine witzig erzählte, von der Spannung gut aufgebaute Geschichte mit einem Helden, der nicht gegen das Böse kämpft, sondern im Gegenteil vor allem den höchstpersönlichen Vorteil im Auge hat und dazu noch superschlau ist - ja, ich hatte sehr viel Spaß daran. Doch den Vergleich mit Harry Potter, der so oft gezogen wird, würde ich nicht ziehen; zwar kommen hier wie dort Zauberwesen vor, und die eigentliche Zielgruppe sind Kinder bzw. Jugendliche, doch ansonsten haben diese Bücher nichts miteinander gemein - und mir gefällt beides ;-)

Eoin Colfer

lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen in Wexford, Irland. Er war Lehrer und hat mehrere Jahre in Saudi-Arabien, Tunesien und Italien unterrichtet, ehe er als Schriftsteller für junge Leser erfolgreich wurde. Neben seiner inzwischen fünfbändigen Artemis-Fowl-Serie hat er zahlreiche weitere Jugendbücher geschrieben.

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


Neues aus dem LESELUST-Blog

Claude Lanzmann - Der patagonische Hase. Erinnerungen

Claude Lanzmann ist der Mann, der den Film "Shoah" geschaffen hat. Er hat als Filmemacher, Journalist, Lektor gearbeitet, sich schon in der Jugend in der Resistance organisiert, mit Simone de Beauvoir zusammengelebt, Angelika Schrobsdorff geheiratet… kurzum: ein ausgesprochen ereignisreiches Leben gelebt, von dem er in diesem Buch erzählt. Ein Zeitzeugnis, fürwahr - manchmal zwar aufgrund der Eitelkeit des Autors nur schwer erträglich, aber die letzten 200 Seiten, in denen er von der Enstehung seines Hauptwerks berichtet, lassen alle vorherigen Kritikpunkte zurücktreten. [..MEHR..]

Link zum Diskussionsforum

©14.04.2006 Daniela Ecker (Brezing) - - - Impressum - - - © 1998-2013 LESELUST Daniela & Markus Brezing