Reginald Hill - Die Launen des Todes

Originaltitel: Death´s Jest Book
Krimi. Droemer 2002
653 Seiten, ISBN: 3426196239

Der 20. Fall von Dalziel, Pascoe und Wield (>Die rätselhaften Worte) endete damit, dass ein junger Polizist an den Schauplatz eines Verbrechens kam; die Bibliothekarin in Gefahr, in die er sich verliebt hatte, und so tötet er denn Mann, von dem alle annehmen, dass er der Wordman ist, der Mann, der zuletzt so viele Menschen getötet hatte.

Doch ein großer Rest Zweifel bleibt, ob dieser Mann wirklich der Täter gewesen sein soll; vor allem dessen bester Freund will sich mit der Tatsache nicht abfinden und versucht, die Wahrheit herauszufinden.

In der Zwischenzeit erhält Pascoe lange Briefe von einem Mann, den er einst hinter Gitter brachte, der allerdings mittlerweile wieder auf freiem Fuß ist und eine akademische Laufbahn eingeschlagen hat. Franny Root gehörte für ihn auch zu den Verdächtigen im Wordman-Fall; und was Pascoe nun zu lesen kriegt, kann ihn ganz und gar nicht von der Unschuld des Rehabilitierten überzeugen.

Wield hingegen wird mit kleinen Informationshäppchen von einem Stricher gefüttert, der nicht als Polizeispitzel agieren will, sondern eine ganz besondere Beziehung zu Wield aufbaut.

Lange Zeit passiert ansonsten nicht viel. Root berichtet in seinen Briefen von Unfällen, die natürlich genausogut auch Mord gewesen sein könnten, kann dafür aber nicht belangt werden; die Hinweise des Stricherjungen führen zu interessanten Ergebnissen, und die Bibliothekarin und ihr Polizist kommen sich endlich wirklich näher.

Dass sie nicht ganz das ist, was sie zu sein vorgibt, kann sie ihm dennoch nicht beichten...

Der große Showdown fängt mit einem großen Tip des Strichers an: etwas wirklich großes ist geplant, ein richtig dickes Ding. Und trotz dieser Vorwarnung wäre die Polizei bald richtig dumm dagestanden...


Was hat Reginald Hill sich bei diesem Krimi nur gedacht????? Die ersten 200 Seiten habe ich ja durchaus noch gerne gelesen, es plätschert zwar nur langsam vor sich hin, aber Action brauche ich ohnehin nicht unbedingt; die Briefe scheinen auf eine Bedrohung hinzuweisen, und und und ... nichts passiert. Die Verwicklungen in diesem Plot fand ich zum Teil wirklich haarsträubend (mehr dann im Spoiler), und die Auflösung... ne, danke, das war mir wirklich zu viel des Guten.
Bislang konnte Reginald Hill bei mir nichts falsch machen - doch diesen Krimi kann ich wirklich nicht guten Gewissens weiterempfehlen.

Dass dazu noch viele störende Rechtschreibfehler und vor allem auch Grammatikfehler enthalten sind, fand ich doch als störend.

Reginald Hill

Reginald Hill, geboren in Cumbria, hat viele Jahre in der englischen Grafschaft Yorkshire gelebt, wo auch seine Kriminalromane um Chief Inspector Peter Pascoe und Detective Superintendent Andy Dalziel "spielen"

Auszug aus dem Titelverzeichnis / Rezensionen zu weiteren Büchern:


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