Elizabeth Gaskell – Lizzie Leigh

lizzieDiese Erzählung beginnt am Sterbebett des Familienoberhaupts. Ich vergebe ihr – damit verabschiedet er sich. Es war der größte Wunsch seiner Frau, dies noch von ihm zu hören. Nun, da die sich mit noch den Kindern verpflichtet fühlt, kann die Mutter endlich tun, was ihr schon lange am Herzen liegt: nach ihrer Tochter Lizzie suchen, eben jener, der nun endlich vergeben wurde. Man ahnt es schon, was es ist, was die so sehr in Ungnade hat fallen lassen: sie hat ein Kind bekommen.

Wie nun dieses Kind ins Spiel kommt, eine weitere Liebesgeschichte sich entwickelt, großer Kummer über die Familie kommt und am Ende doch so etwas wie Friede und Glück auf die Beteiligten wartet, liest sich auf gewohnt etwas umständlich, im schönsten Sonne altmodische Weise.

Elizabeth Gaskell – Half a Life-Time Ago (Vor einem halben Leben)

lifetimeIch hatte es ja schon einige Male erwähnt – ich lese mich gerade ganz langsam durch die Erzählungen von Elizabeth Gaskell. Da von dieser Autorin nur sehr wenig auf Deutsch erschienen ist, nutze ich das Angebot der Gratis-Klassiker. Neben den anrührenden Geschichten fängt sie mich auch immer wieder ein mit ihrer Sprache.

Diese Erzählung hier, die knapp 90 Seiten umfasst, beginnt mit der Schilderung eines höchst malerischen kleinen Hauses, das so einladend auf alle wirkt, die daran vorbeigehen und seine Geschichte nicht kennen. Doch wer näher kommt, etwas Gastfreundschaft genießen möchte, sieht sich bald der Hausherrin, Susan Dixon gegenüber, einer geizigen, kalten, alten Frau. (Achtung, Fortsetzung enthält Spoiler). Weiterlesen