Teju Cole – Open City

leserunde_coleMittlerweile ist es schon wieder ein paar Tage her, seit unsere Leserunde sich getroffen hat, um über Teju Cole – Open City zu sprechen.

Es gab ein paar Absagen, die vermutlich auch darin begründet lagen, dass das Buch nicht oder nur unvollständig gelesen wurde – von den Anwesenden gab es nur einen, der nach 150 Seiten der Langeweile entnervt aufgegeben hatte.

Insgesamt kam das Buch aber ganz gut weg. Wir haben uns lange über die Distanz unterhalten, die der Autor / Ich-Erzähler in diesem Buch sowohl in uns Lesern erzeugt hat (keiner ist ihm nahe gekommen), als auch darüber, wie distanziert er allem, was ihn betrifft, auch selbst gegenübersteht.

Als Roman empfand ihn eigentlich niemand als so richtig gelungen. Dazu fehlte ein innerer Faden, eine Entwicklung, ein wenig Anteilnahme. Aber im Laufe des Gesprächs kamen wir darauf zu sprechen, dass Cole seinen Roman wie eine Fuge angelegt hat – das Thema der Vögel, die an der Freiheitsstatue sterben, nimmt er am Ende wieder auf, dazwischen werden viele einzelne Motive in den Text einfach hineingewoben. Weiterlesen